Physikalische Medialität und Schamanismus – Ergänzung 1/3

Ich habe in meinen 3 vorherigen Texten und in knappen Worten versucht, auf das Thema ‘Physikalische Medialität’ wie ‘(Neo-)Schamanismus’, sowie deren mögliche Verbindung einzugehen. Wie dargelegt, glaube ich persönlich nicht, dass ein physikalisches Medium und ein (Neo-)Schamane grundsätzlich dasselbe sind und wie dies teils gesagt wird. Gerade die westlichen, und deren manchmal eher nüchtern-wissenschaftliche Ausdrucksvarianten des physikalischen Mediumismus, beweisen uns das Gegenteil! Anderseits zeigen uns u.a. die ‘Yuwipi-Medizinleute’ der nordamerikanischen Lakota-Nation – und andere -, dass es sehr wohl Verbindungen oder gar Traditionen von ‘Natur-Spiritualität’ und ‘physikalischer Medialität’ geben kann. Ebenso gibt es aber Kombinationen wie z.B. mit dem ‘englischen Spiritismus’, Arbeiten in Verbindung mit ‘aufgestiegenen Meistern’, sowie anderes mehr.

Selbst in Religionen wie dem Hinduismus oder der römisch-katholischen Kirche können Phänomene auftreten, die wir aus der ‘physikalischen Medialität’ kennen. Die Frage nun, ob zuerst das Huhn oder das Ei ist, bzw. ob zuerst die Religion/Tradition da war oder die Absicht/Fähigkeit, lässt sich wohl nicht so leicht beantworten. Aber es steht ausser Frage, dass sich diese gegenseitig hervorbringen und befruchten können, aber in der Mitte und als ‘Medium’, immer der Mensch steht. Und zu wissen, dass es ‘solche Dinge’ gibt und möglich sind, ja, dass man vielleicht sogar Teil davon sein könnte, das finde ich besonders wichtig, weil damit allenfalls auch eigenes inneres Potenzial eröffnet werden kann. Jedoch bevorzuge ich persönlich dann eher einen Weg von ‘unten nach oben’ und vom ‘Animismus zum Spiritismus’, das dünkt mich natürlicher, auch wenn es umgekehrt ebenso möglich ist.
Gerade wir hier im Westen, sind ja teilweise kaum oder nicht mehr in eine Tradition sowie in ein spirituelles Weltbild eingebunden. Jedoch ohne ein solches, funktioniert diese Form der ‘Medialität’ nicht besonders gut und ihr werden Ausdrucksgrenzen auferlegt. Dies hängt damit zusammen, dass speziell die physikalische Medialität an ‘Auslöser’ und ebenso ‘Ausdrucksmöglichkeiten’ gebunden ist, wofür es einerseits psychologische, wie aber auch spirituelle oder mythologische (Vor-)Bilder braucht. Ist man also nicht kulturell oder religiös natürlich in solche ‘Kollektiv-Felder’ eingebunden, muss man diese erst erwerben und sich aneignen, damit das eigene ‘Unterbewusstsein’ das erforderliche Arbeitsmaterial bekommt. Und hier muss man dann entscheiden, ob man schwerpunktmässig mehr den Weg von ‘oben/aussen’ bevorzugt, oder eher mehr zum ‘unten/innen neigt und diesen gehen will.
Keines davon ist ‘richtiger’ oder ‘besser’, abgesehen davon, dass es so oder so beide Pole braucht. Es ist mehr eine Sache der persönlichen Anlagen wie Vorlieben, und ob man eher ‘tiefer’ oder ‘höher’ möchte, das Animistische oder Spiritistische erforschen will, etc. Wenn man jedoch seinen Weg konsequent und der Natur entsprechend geht, dann wird man sich unweigerlich zwischen den Polen bewegen, das ist gar nicht anders möglich. Und da wir Westler tendenziell mehr gegen ‘oben’ und ‘aussen’ orientiert sind, wird der Weg früher oder später automatisch auch gegen ‘unten’ wie ‘innen’ führen, und sich dann mit der Zeit unserer wahren Natur entsprechend ausrichten. Und das was für den Schamanen fast Pflicht ist, weil sich dieser in allen drei Welten bewegen können muss, wird sich als Entwicklung auch bei allen anderen ergeben, weil man nur so sein volles Wesen und Potenzial entfalten kann.
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Dieses Mal möchte ich HOLGER KALWEIT empfehlen und seine Bücher ‘URHEILER, MEDIZINLEUTE UND SCHAMANEN’ sowie ‘DIE WELT DER SCHAMANEN: Traumzeit und innerer Raum’, beide noch antiquarisch erhältlich (amazon). Dann sei das Buch von ELISABETH B. JENKINS ‘DIE RÜCKKEHR DES INKA’ erwähnt, darin geht es unter anderem um die Materialisation von Berggeistern(Apus) in Séancen und deren Wirken.
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