Text in Arbeit und Bearbeitung

VORGESCHICHTE

 

Meine erste und bewusst erhaltene Einweihung habe ich in Guatemala übertragen bekommen, und dies ist nun schon so einige Jahre her, aber diese hat mein Leben massgeblich beeinflusst und hatte eine starke Wirkung auf meinen Alltag. Dieser Initiation sind dann in Abständen noch andere gefolgt, mal mehr oder weniger mit einer gewissen Wirkung, aber schon von Anfang an hat mich gestört, dass diese Einweihungen fast durchgehend in fremden und ausländischen Kraftfeldern stattgefunden haben. Erstaunlicherweise schien das die Wenigsten meiner Mitinitiierten zu stören oder aufzufallen, und obwohl diesen Übertragungen jeweils ein übergeordneter Archetyp zugrunde liegt oder gelegen haben mag, besteht doch ein Unterschied darin, in welcher Kultur und in welchem Glaubensystem dieser verwurzelt und verankert ist. Jedenfalls hat mich dies mit der Zeit dahingehend animiert, zum einen in meiner eigenen Kultur nach Initiationen Ausschau zu halten, zum anderen sollten diese Riten möglichst unkompliziert und einfach sein.

 

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Einweihungen und Initiationen sehen ich als kraftvolle Türöffner zu bestimmten Themen an, sie sind eine Form der Energieübertragung die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Handauflegen haben. Während man aber beim Handauflegen im kleineren und eher örtlich arbeitet, umfasst eine Einweihung etwas grösseres und thematisch umfassenderes - wobei es für beides seinen jeweils passenden Zeitpunkt und seine Richtigkeit gibt. Eine Initiation ist aber nicht nur eine Energieübertragung, sondern es ist das Hinein- oder Anlegen eines Samens, der dann vom Initiierten genährt und gepflegt werden muss, damit er keimen, wachsen und schlussendlich erblühen und Früchte tragen kann. Oder anders formuliert: fällt der Samen auf fruchtbaren Boden, dann wird dieser fast mühelos und ohne grosses Zutun keimen, sich entfalten und Früchte hervorbringen. Andere Samen wiederum brauchen viel bewusste Aufmerksamkeit und ohne die nötige innere und äussere Zuwendung, werden sie nicht wirklich wachsen und sich entfalten können.

 

Aber auch wenn ich in meinen Initiationen jeweils mit teils fremden und nicht zu mir gehörenden Kräften konfrontiert worden bin, haben mich diese Übertragungen doch inspiriert, mich angeregt und mir eine erste Form und Struktur zur Verfügung gestellt. So habe ich Weihungen und Zeremonien erlebt die eher intuitiv und aus dem Bauch erfolgten, wiederum wurde ich in Riten eingeweiht, die einer mehr oder weniger klaren und vorgegebenen Struktur folgten. Das half mir zu sehen, verstehen und zu erkennen, dass es diesbezüglich vielfältige Varianten und Variationen gibt und die an verschiedene Zeiten, Kulturen und Umständen gebunden sind, und alles seine jeweilige Richtigkeit, Kraft und Wirkung hat. Hier äussert sich das alles umfassend Grosse - das Göttliche -, in seiner riesigen Vielfalt und dass es schlussendlich der jeweilige Fokus und eine bewusste Absicht ist, die die entsprechenden Türen öffnet und erwünschte Energien kanalisiert.

 

Ebenfalls steht es jeder Person, Gruppe oder jedem Volk offen, entweder in ein bestehendes Einweihungs-System einzutauchen oder ein neues System an Riten und Initiationen zu erschaffen oder beständig weiter zu entwickeln - da gibt es keine Grenzen, sondern nur jene die man selber zieht. Selbstverständlich ist es einfacher wenn man in ein bestehendes System an Riten oder Initiationen einsteigt, man tritt dabei in ein Kraftfeld das schon vorhanden ist, aber zum einen ist auch dieses Konstrukt irgendwann neu geschaffen worden, zum anderen heisst es damit nicht, dass es besser ist. Schlussendlich ist eine Einweihung nur so gut wie der Initiator und wie 'gezielt' und 'ausgeformt' dieser die entsprechende Energie übertragen kann, und dann sogar noch wichtiger, was der Initiierte daraus und damit macht. Schon so mancher und manche hat eine Übertragung erhalten, aber nachdem der erste Höhenflug erloschen ist, oder nicht das erfolgt ist was man erwartet hat, hat man nichts weiter daraus gemacht.


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Ursprünglich wollte ich die Initiationen so weitergeben wie ich diese erhalten habe, schliesslich geht es auch darum, dass man gewissen Traditionen den nötigen Respekt und ebenfalls Wertschätzung erweisst. Aber nach einiger Zeit, und dann immer wieder auf ein neues beim erhalten von anderen Riten, musste ich spüren, dass mir das einfach nicht möglich ist, vor allem weil diese für mich oftmals zu viele 'fremde' Elemente und Kräfte enthielten. Dann wollte ich die Riten und Rituale entsprechend abändern, Aspekte und Kräfte meiner Kultur einflechten, bis ich aber auch hier merkte, dass dies für mich ebenfalls nicht wirklich stimmig war und ich innerlich zu grossen Widerstand hatte. Somit blieb nur, aus dem was ich gelernt und erhalten hatte etwas anderes zu erschaffen und aufzubauen, und das möglichst stark und authentisch mit mir, meiner Kultur und meiner natürlichen Umgebung in Einklang war. Denn nur auf diese Weise, würde ich die Energie und Kraft ungehindert und ohne Widerstand, dafür mit viel Liebe und in Harmonie durch mich fliessen lassen können.

 

Ich hatte bei diesem Prozess nie den Anspruch, dass das was ich da mache für die Ewigkeit geschaffen werden, noch dass es für andere ebenfalls durch und durch stimmig sein musste. Ich wollte einerseits wie beim Handauflegen 'örtlich' und im 'kleinen' arbeiten, anderseits mit Übertragungen auch 'umfassendere' und 'grössere' Themen - im Einklang mit dem Grossen - weitergeben und bewegen können. Ebenso sollte es im Stillen oder als ganz bewusster Prozess in der Praxis einsetzbar sein, oder dann in der Gruppenarbeit nutzbar, um dort energetische Kanäle und bestimmte Themenbereiche anzuregen und auszubilden. Jedenfalls, nachdem ich mich in einem langen und persönlichen Prozess zu dem logischen Punkt durcharbeiten konnte, dass ich meine eigenen inneren und äusseren Initiationswege gehe, war damit eine erste Türe geöffnet. Was dann folgte waren unzählige Stunden in Meditation, Sinnieren, Nachdenken und Nachspüren, bis sich erste Riten in mir zusammenfügten und die einerseits meinem Bauch und meinem Herzen, anderseits aber auch meinem Kopf entsprachen.

 


 

Text folgt .............


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"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man auch die Dunkelheit erforscht."

(sinngemäss nach C.G. Jung)

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