Pflanzenkunde bei Wolf-Dieter Storl
Pflanzenheilkunde im Schwarzwald 2007

GRÜEZI UND HERZLICH WILLKOMMEN

 

Ich war wohl so um die 15 oder 16 Jahre, als mich plötzlich aus heiterem Himmel der Impuls überkam, in die Natur zu gehen und Kräuter zu sammeln. Diese Inspiration und die Kraft dahinter waren so stark, dass ich hinaus auf die Weide ging und einfach einmal so sammelte, was denn ein heilsames Kraut sein könnte. Aber eigentlich hatte ich keine Ahnung, denn in meinem Umfeld gab es niemand der sich im speziellen mit Kräuter beschäftigte, zwar bauten wir selbst Nahrung an, aber das waren ausschliesslich Früchte und Gemüse. Das höchste der Gefühle das ich diesbezüglich aus der Pflege-Familie kannte in der ich aufwuchs, war der Bärlauch den wir im Frühling sammelten, ebenfalls die jungen Löwenzahntriebe die wir unter den erdigen Scherhaufen der Mäuse suchten und beides in den Salat mischten. Aber ich hatte das Glück an einem Ort aufzuwachsen, an dem ich nur wenige Schritte aus der Türe zu machen brauchte, um mitten auf einer Wildkräuter-Weide zu stehen und ein paar Schritte mehr, um schon im Wald zu sein, so dass sich dieser innere Impuls frei zeigen und offenbaren konnte.

 

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Walnussblüte
Walnussblüte

Dieser plötzliche Ruf der Heilkräuter aus der Pflanzenwelt, ergab als Erwachsener einen neuen Sinn, als ich meine leiblichen Eltern kennenlernte und feststellen musste, dass mein Vater einen starken Bezug zur Natur hat und ein leidenschaftlicher Hobbygärtner ist. Heute jedoch muss ich lächeln wenn ich mich daran erinnere, wie ich damals als Jugendlicher von einem Walnussbaum Blätter gesammelt, diese verkochte und dann als Heilpflanzen-Tinktur auch eingenommen habe. Der Geschmack war von solch einer speziellen Bitterkeit, dass sich in mir alles zusammenzog und ich mir doch nicht mehr sicher war, ob ich da nicht etwas giftiges produziert hatte. Oder all die Pflanzen und 'Vielleicht-Kräuter' die ich sammelte, auf Zeitungspapier auslegte und in meinem Schlafzimmer trocknete, aber dann doch nicht wusste, was ich denn nun genau damit machen soll. Jedenfalls, so plötzlich und intensiv wie der Impuls kam, verging er dann auch wieder und es dauerte Jahre, bis er in dieser Form wiederkehrte, aber es ist zu der Zeit etwas aufgeflammt, das schon in mir angelegt war und sich langsam immer mehr öffnete, zeigte, und sich bis heute immer weiter entfaltet.

 

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Pflanzenheilarbeit in Peru 2006
Pflanzenheilarbeit in Peru 2006

Seit damals sind über 30 Jahre vergangen und obwohl ich mir in dieser Zeit ein kleines Kräuterwissen angeeignet habe, sind die Heilkräuter doch nicht meine Hauptspezialität geworden. Zwar lerne ich auf diesem Gebiet immer weiter und hoffe es auch hier noch zu grösserer Meisterschaft zu bringen, jedoch hat mich in all diesen Jahren das Wesen, die Seele und der Geist der Pflanzen und Bäume mehr gerufen. Einerseits, und auch das erfuhr ich erst als ich meine Mutter als Erwachsener kennenlernte, gibt es in ihrer Familien einen natürlichen Zugang zu erhöhter Sinneswahrnehmung (Medialität), und kombiniert mit den Eigenschaften meines Vaters, ergibt das fast automatisch eine Form der 'Pflanzenspiritualität'. Anderseits, entwickelte sich mein persönliche Weg zur 'Pflanzenheilarbeit' dadurch, dass ich seit meiner Jugend bis heute immer wieder an gesundheitlichen Problemen gelitten habe. Diese Folgen einer schwierigen und schmerzhaften Kindheit, meine Suche nach körperlicher und insbesonderer seelischer Heilung, haben mich in den Pflanzen Lehrer und Freunde finden lassen, die über ein heilendes und wundersames inneres Wissen und Potenzial verfügen.

 

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Hundsrose
Hundsrose

Selbst nach so vielen Jahren in Verbindung mit der Pflanzenwelt und den Blütenessenzen, kann ich einfach nur staunen und vor Respekt den Mund kaum schliessen. Auch wenn ich jetzt in meinen mittleren Lebensjahren stehe, schon so viel Zeit investiert und Forschung betrieben habe, bleibt das Gefühl, diese Türe zu den Geheimissen der Pflanzenwelt erst ganz leicht aufgestossen zu haben. Ich hoffe, dass ich auf diesem Blog etwas von meinem Staunen und von dem erfahren Wissen mitteilen und weitergeben kann. Ich hoffe ebenso, dass ich mit dem was ich hier schreibe nicht nur den einen oder anderen Tipp und Anregungen weiterreichen, sondern Sie ebenfalls etwas für die Möglichkeiten und Kraft unserer Pflanzenfreunde begeistern kann. Wenn man einmal verstanden hat, vielleicht offensichtlich spüren und wahrnehmen kann, was wirklich in der uns umgebenden Pflanzenwelt steckt, dann wird einem gewahr, dass mit jeder verschwundenen und ausgestorbenen Pflanzenart, auch wichtiges Wissen und Heilpotenzial verloren geht. Und so freut es mich, etwas von dem was ich selbst mit den Pflanzen und Bäumen erlebt und erfahren habe mit Ihnen zu teilen, und Sie vielleicht sogar mit dem was ich hier schreibe, etwas anfangen und für sich gebrauchen können.

 

Mit freundlichen Grüssen und besten Wünschen!

 

Rolf W. Stadelmann

 

 

 

PS: Da ich laufend an dieser Seite arbeite und sie erweitere, lade ich Sie bei Gefallen gerne ein, immer wieder einmal vorbei zu schauen. Gerne dürfen Sie mir unter 'Kontakt' auch Ihre gemachten Erfahrungen mitteilen - herzlichen Dank!

 

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Theoretische und praktische Pflanzenforschung mit meiner Tochter 2012
Theoretische und praktische Pflanzenforschung mit meiner Tochter 2012

 

"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man auch die Dunkelheit erforscht."

(nach C.G. Jung)

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