Zirkel - Rückblick und Ausblick 1

Ich bin jemand der gerne in der Meditation und beim Schreiben reflektiert, aber gerade bei Letzterem und wenn ich diesem regelmässig nachgehe, kommt es dabei zwangsläufig immer wieder einmal zu Überschneidungen oder gar Wiederholungen. Aber das lässt sich nicht vermeiden und ist in etwa wie beim physikalisch-medialen Zirkel, dass es die Wiederholungen braucht, um damit einhergehend Fortschritte und Vertiefung zu erreichen. Ebenso gilt das für die nötigen Erfahrungen und Einsichten die es auf diesem Weg zu sammeln gilt, ganz gleich in welche Richtung diese schlussendlich führen. Und so war es gerade das Jahr 2020 und die Corona- wie Quarantäne-Zeit, sowie die ganzen Umstände und Erlebnisse die dafür sorgten, dass sich bei uns und bei mir, die Entwicklungswege noch einmal wandelten. So habe ich schon von den äusseren Ereignissen erzählt, die sich vor ca. einem Jahr im Zirkel abgespielt haben und wir als Folge davon, dann nur noch zu zweit in diesem sassen. Ebenso im Herbst die Sache mit dem Chat für Physikalische Medialität und die dazu führte, dass ich mich grossteils aus der Szene mit meinem Fokus, wie meinen Bemühungen zurückgezogen habe.

 

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Auch wenn mich verschiedene äussere Umstände teils sehr berührt und auch einiges mit mir gemacht haben, so waren es aber noch mehr die inneren Bewegungen im Zirkel und in mir selbst, die mich erstaunt zurückblicken lassen. In 5 Jahren Zirkel haben wir doch einiges erlebt, zwar eher wenig von dem was wir erhofft hatten, dafür anderes das unerwartet auf uns zugekommen ist. Dies zeigte mir, dass es eine überpersönliche Dynamik und Kraft im Zirkel geben muss, die aktiv am Geschehen beteiligt ist. Diese liess sich in unserem Fall auch nicht in jene Richtung zwingen, die wir gerne vorgegeben hätten und erreichen wollten. Denn trotz baldiger Erfolge schon nach den ersten Zirkel-Monaten, ging es dann aber einfach nicht mehr wirklich weiter, sondern es wurde ein beständiges Auf und Ab sowie Hin und Her. In meinem Fall sollte es gar soweit gehen, dass ich mich für den Zirkel fast völlig aufgerieben habe, um erst folgend langsam loslassen zu können. So mag es bei einigen Zirkel für physikalische Medialität tatsächlich möglich sein - solche die mehr der animistischen Richtung folgen -, dass sie ihr Zirkelgeschehen aktiv beeinflussen können, aber bei uns ist das nicht der Fall.

 

So war es nun diese erzwungene äussere Ruhe, die trotz meiner Befürchtung den Zirkel nicht zur Auflösung oder zum Stillstand brachte, sondern die Ausrichtung desselbigen noch einmal neu festlegte. Dies ist jedoch im Gesamten gar nicht so leicht zu erklären, denn es ist eine Mischung zwischen den persönlichen sowie den Zirkel-Prozessen. Auf der Ebene des Zirkels habe ich meinen Fokus langsam dahingehend so geändert, dass ich nun jeden Donnerstag-Abend zuerst einmal an ein Freundestreffen gehe. Dafür schaffe ich einen (verdunkelten) Raum, in dem sich Menschen und Spiritkräfte in einer Weise treffen können, die im normalen Alltag zumeist nicht möglich ist. Zwar ist die Haupt-Absicht in diesem Raum weiterhin die Entwicklung der physikalischen Medialität, aber das ist nur eine der möglichen Potenziale. Vordergründig geht es mir also bei diesen Treffen um das Bilden von Freundschaften, dann um das Kennenlernen, Annähern und Verbinden unserer jeweiligen Kräfte, sowie das Beobachten und Ergründen letzterer. Wie zeigen sich diese, wie kann ich sie sehen und wahrnehmen, welcher Art sind diese, oder auf welche davon kann ich mich einlassen?

 

Auf gewisse Weise fange ich also im Zirkel noch einmal ganz von vorne an, wobei ich zwar Wunsch-/Vorstellungen mit mir bringe was in diesem geschehen soll, aber ansonsten nehme ich mich nun fast ganz zurück. Statt unnötig zu manipulieren oder zu formen, will ich es nun geschehen und entstehen lassen: ich orientiere mich mittlerweile also etwas mehr an der spiritistischen Variante der Physikalischen Medialität. Aber auch dies gehe ich zurückhaltend an, gleiche das Ganze mehr mit meiner eigenen Forschernatur ab und bin gleichzeitig ein Lehrling an der Sache. Denn da wo ich zur Zeit im Leben stehe, und obwohl ich schon bald 4 Jahrzehnte mit Medialität zu tun habe, muss ich mir eingestehen, dass ich eigentlich so gut wie gar nichts weiss, bzw. nicht wirklich eine Ahnung habe. Diese Einstellung hat viel mit meinen eher neueren Erfahrungen und Erkenntnissen zu tun, und ich dabei einsehen musste, dass viele meiner Ausrichtungen nur auf übernommenen Vorstellungen aufbauen. Aber ebenso wie ich bisher mit dem umgegangen bin, was ich als den 'absteigenden Energiefluss' bezeichne und ich mich mit meinen eigenen Geistes-Schöpfungen (über)identifiziert habe.

 

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Heute denke ich, dass wir vermutlich von einem 'bewussten' und 'intelligenten' Feld umgeben und durchdrungen sind, einzeln wie auch gesamthaft. Dieses Bewusstseins-Feld ist ständig präsent im Jetzt und wartet auf gewisse Weise ununterbrochen darauf, dass es sich mit mir und uns immer weiter verbinden kann. Individuell wirkt es ständig ein, will frei fliessen, sich bewegen und ausdehnen, sich entwickeln und entfalten. Ebenso passt es sich an, nutzt aber auch jede Situation um Wachsen und Gedeihen mit sich zu bringen - das gilt auch für einen Zirkel und seine Mitglieder. Was wir jedoch nicht wissen ist, nach welchen Kriterien dieses intelligente Feld agiert! Zwar gibt es Berge von Büchern und Menschen, die sagen wie dieses Feld zu manipulieren ist und wie es zu handeln hat, damit es uns - und unserem Ego - dient, wir wissen aber alle aus Erfahrung, dass dies vielfach und verschiedentlich nicht funktioniert. Dies gilt auch für einen Zirkel und seine Bestrebungen! Und sollte es wie bei uns eine Weile nicht so laufen wie man es sich wünscht, ist vielleicht die Zeit gekommen tiefer hinzuhören- hinzufühlen, sich selbst zurückzunehmen um sich auf diesen 'grösseren Spirit' einzulassen.

 

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"Man erlangt umfassende Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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