Auf Rauhnachtspfaden - Teil 4

27. Dezember 2020. Es gibt viele schöne Rituale und Bräuche durch die Rauhnächte, viele positive und lichtvolle Anregungen, wie man diese angehen und praktizieren kann. Ich habe diese Nächte in früheren Jahren teils sehr genossen, habe ‘Altes’ verbrannt und ‘Neues’ visualisiert, Wunschnüsse gebastelt und Kraftbeutel gefüllt, jeden Tag geräuchert und gerasselt, Tarot-/Karten gezogen oder gelegt, und einiges andere mehr. Aber irgendwann hat all dies angefangen sich in mir zu erschöpfen. Letztes Jahr wurde das Ganze sogar ein Fiasko, als ich versuchte die Kinder miteinzubeziehen. Vor allem aber standen die Erfolge oder Resultate dieser Rituale, nicht mehr im Verhältnis zu meiner Realität in der Gegenwart.

Ich finde es jedoch sehr wichtig, dass jeder die Rauhnächte genau so angeht und praktiziert, wie es seiner momentanen äusseren und inneren Welt entspricht. Es geht darum, dass man auf diese Weise versucht, seinem Inneren und dem Lebensfluss einen individuellen Ausdruck zu geben. Denn genau das ist es, das dem ‘inneren Licht’ und ‘Seelenfunken’ dabei hilft, dass sie erwachen können oder gestärkt werden. So gibt es bei diesem Prozess nicht ein ‘richtig’ oder ‘falsch’, sondern es ist die Suche und die Entfaltung des persönlichen Weges. Und ist dieser Fluss einmal natürlich in Bewegung gekommen, dann folgt von alleine eine beständige Vertiefung und Weiterentwicklung - wichtig ist einzig der Einklang mit dem eigenen Innen.

 

In meinem Fall ist es einerseits die Erkenntnis, dass ich auch hier bisher überwiegend einem ‘Geistweg’ gefolgt bin, anderseits muss ich z.B. nicht mehr wissen was in den nächsten Monaten kommen wird - das was mich interessiert ist das Jetzt und der ‘Seelenweg’. Ebenso weiss ich mittlerweile, dass es nicht ausreicht gewisse Probleme einfach nur symbolisch zu verbrennen, das sind die tollen Wege ‘des Oben’. Die diesjährigen Rauhnächte versuche ich somit mehr ‘vom Unten’ anzugehen, dem Raum zu geben was wirklich IST, und das zuerst angenommen und erst dann integriert werden kann. Denn das ‘Licht’ des (unteren) Selbst kann nur im SEIN erfahren werden, was aber mit unmittelbaren Reaktionen verbunden ist.

 

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"Man erlangt umfassende Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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