Auf Rauhnachtspfaden - Teil 2

25. Dezember 2020, Morgen. Jetzt steht die erste Rauhnacht bevor vom 25. auf den 26. Dezember, gestern ist Heiligabend – der ‘Heilige Abend’ – gewesen, heute wiederum ist Weihnachts-Tag, also eigentlich die ‘Geweihte Nacht’. Traditionell hat das viel mit Familie zu tun, jeweils verbunden mit einem geschichtlichen und jahreszeitlichen Hintergrund, der je nach Kultur und Glaubensvorstellung etwas anders gefeiert oder angegangen wird. Meiner eigenen persönlichen Geschichte entsprechend, war diese Zeit noch nie besonders einfach für mich, da ich ohne Ursprungs-Familie aufwachsen musste. Somit habe ich diese Zeit meist an fremden Orten, und oft unter schweren Umständen und mit viel Einsamkeit erlebt.

Wie schon gesagt, werden auch die Rauhnächte auf unterschiedliche Weisen praktiziert, so bin ich früher eher bestimmten vorgegebenen Vorstellungsbildern gefolgt, zur Zeit ziehe ich jedoch mehr eine intuitive Variante vor. So versuche ich es im Moment weniger aus dem Geist, als mehr aus der Seele und dem (unteren) Selbst heraus anzugehen, und so achte ich u.a. auch darauf, was meine Träume dazu sagen möchten. Nun steht aber heute erst einmal das weihnächtliche ‘Familientreffen’ von Seiten meiner Frau an, und der jetzigen Situation entsprechend, nur im kleineren Rahmen sowie im Freien. Aber solche Treffen verstärken meine Trauer und eigene Familien-Leere oft noch mehr, weil diese gewahrer machen, dass von ‘meinen Leuten’ niemand dabei ist, derzeitig gewichtig besonders die Vaterlinie.

 

Und somit habe ich mein diesjähriges und persönliches Rauhnachtsthema schon, das sich heute Nacht auch in meinen Träume gezeigt hat, und das ich unter den Oberbegriffen ‘Annahme’ und vor allem ‘Würdigung’ zusammenfassen möchte. ‘Annahme’ heisst, die Dinge und Situationen so anzunehmen wie sie sind, und wie sie sich in mir und über mich zeigen. Dann geht es um Würde und Würdigung - meiner selbst, meiner Kinder, meines Bruders, meines Vaters, und ganz wichtig der (männlichen) Ahnenlinie. Gerade meine Geschichte hat es mit sich gebracht, dass ich heute die Ahnenkulte unserer Vorfahren oder indigener Völker, gut nachvollziehen kann und wie wichtig diese auf gewisse Weise sind.

 

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