Physikalische Medialität und Musik - 1

Seit knapp 4 Jahren gibt es unseren Zirkel für Physikalische Medialität und in dieser Zeit, war das Thema Musik in Abständen und auf verschiedene Weise, immer wieder Grund für Diskussionen. Ich weiss noch, wie ich am allerersten Zirkel-Tag eine CD aus meiner Ritual-Musik-Sammlung mitbrachte, und diese nach dem ersten Sitzen nicht auf Wohlgefallen gestossen ist. Da wir dann aber Musik ganz allgemein bei unseren ersten Trancversuchen als störend ermpfanden, war diese über ein Jahr lang kein wirklich grosses Thema mehr. Sobald wir jedoch anfingen erneut mit Musik als Unterstützung zu singen, trafen immer wieder verschiedene Ansichten, Vorstellungen und Bedürfnisse aufeinander und sorgten für gewisse Spannungen. Ich selbst habe dabei viele, wirklich viele Stunden damit verbracht passende Musik zu suchen, CD's zu erstellen, zu verwerfen oder zu optimieren, aber trotzdem gab es immer wieder einmal neue Dikussionen. Und irgendwann habe ich mich angefangen zu ärgern, war auch verletzt, später hat es mich nur noch erschöpft.

Ich gebe dabei niemandem eine Schuld, sondern dies war und ist innerhalb des Zirkels einer meiner persönlichen Reifungs-Prozesse die ich zu gehen hatte und habe. Diese 'Tyrannei der Musik' hat nur entstehen können, weil ich zu lange geglaubt habe, dass es Musik unbedingt für die Entwicklung der physikalischen Medialität braucht, sowie ich mich als Zirkel-Verantwortlicher verpflichtet gefühlt habe, Musik möglichst passend für alle herzustellen. Wenn sich aber eines zwischenzeitlich herausgestellt hat ist es das, dass es so viele Musik-Bedürfnisse-Ansichten-Vorstellungen-Wünsche gibt wie einzelne Menschen, und eine Befriedigung des Ganzen gar nicht möglich ist! .... Mittlerweile stehe ich durch die Zirkelerfahrungen an einem anderen Punkt und dabei ist die erste Erkenntnis, dass sowohl das regelmässige Sitzen in der Stille, wie mit Unterstützung der Musik wichtig und hilfreich ist. Das Sitzen in absoluter Dunkelheit und Stille ermöglicht es zum Beispiel, die 'Kräfte' viel besser und feiner wahrnzunehmen, diese zu erfassen und sich achtsam auf sie einzulassen.

 

Auch bei der Musikwahl ist meine Meinung durch Beobachtung und Lernen mittlerweile völlig anders und hier gilt die erste Regel, dass bei der physikalisch-medialen Entwicklung, die Musik zuerst immer auf und für das Medium ausgerichtet sein muss. Das Medium kann auf diese Weise erstens mit seiner Trance experimentieren, zweitens seine inneren Seelenenergien stimmulieren, sowie drittens auf diese Weise jene 'Spirit-Kräfte' rufen und locken, die der eigenen Wesensart entsprechen. Anders ist es dann wenn man als Medium öffentlich arbeitet und dabei eine Musik-Wahl trifft, die allgemeiner ist und die die BesucherInnen einer Séance zwecks Energieaufbau zu stimmulieren vermag. Aber selbst dann, sollte die Eingangsmusik nach Möglichkeit auf das Medium abgestimmt sein, damit es auf seine Art und mit seiner Kraft in die Trance eintauchen kann. Ausserdem sollte die restliche Musik so ausgerichtet sein, dass das Medium (unbewusst) nicht in Widerstand geht sowie unangenehm getriggert, sondern ebenfalls positiv angeregt und stimmuliert wird.

 

Die Wahl der Musik für das (westlich-kulturell orientierte) Medium ist eine natürliche und persönliche Suche, mit Fokus auf die spirituelle Arbeit, der Eröffnung der inneren Kraft, sowie der Unterstützung der Spirits. Dieser individualisierte Prozess ist aber bei jedem (physikalisch-medialen) Medium anders! Musik wird dabei zum Werkzeug, um im Medium jene Resonanzen im Inneren auszulösen, die seine Trance fördern und den Kontakt mit den 'Kräften' hervorrufen oder verstärken. Dabei entwickelt sich das Medium beständig weiter und eröffnet Ressourcen, die dann wiederum auch die 'Spirits' nutzen können. Musik auf diese Weise verwendet, dient also nicht ausschliesslich dem persönlichen Hörvergnügen, sondern sie wird genutzt zum Wirken und Dienen an der Seele und den Spirits. Es ist ein Weg in die inneren Welten, um auf diese Weise etwas in die physische Welt zu bringen, wobei das Medium zum Werkzeug für die 'Kräfte' und 'Spirits' wird - für etwas Tiefer-Weiter-Höheres -, um damit bestenfalls etwas 'heilend-heiliges' zu erwirken und bewirken.

 

Während das Medium auf diese Weise den 'Spirits' dient, gibt es innerhalb des Zirkel eine zweite wichtige Regel, nämlich, dass die Mit- und BeisitzerInnen immer dem Medium zu dienen haben. Die Erfahrung lehrt, dass einzelne MitsitzerInnen früher oder später ihre eigenen (theoretischen) Ansichten-Ideale-Meinungen-Vorstellungen einbringen wollen, sowohl zum Thema selbst wie zum Zirkelablauf oder eben zur Musik. Dienen diese aber nicht in erster Linie dem Medium und seiner Entfaltung - gefolgt vom Zirkel -, dann wird damit Energie gebunden die dem physikalisch-medialen Entwicklungsprozess nicht mehr zur Verfügung stehen. Sobald der Zirkel einer anderen Innen-Welt angepasst werden, sowie den persönlichen Idealen und Bedürnissen der BeisitzerInnen dienen soll, kommt es zu einer Aufsplittung der Energie und Erschwernisse sind vorprogrammiert. Sollten sich also Mit- und BeisitzerInnen aus verschiedenen Gründen den gegebene Umständen nicht anpassen und mitgehen können, dann sind diese für den betreffenden Zirkel nicht geeignet.

 

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Somit ergeben sich für mich aus den bisherigen Erfahrungen folgende Richtlinien und Regeln:

 

1. Für die Entwicklung des Mediums und der Physikalischen Medialität - Trance, Ektoplasma, Phänomene - braucht es das Sitzen in der Dunkelheit sowohl in der Stille wie mit Musik.

 

2. Die Wahl der Musik im Entwicklungs-Zirkel, hat sich nach dem Wesen des Mediums zu orientieren, um damit dessen Trance zu fördern und den Kontakt mit den Spirits zu forcieren.

 

3. BeisitzerInnen im Zirkel müssen sich nach dem Medium und den Spirits richten, ihr Geschenk des Eingebens, besteht im Eingebundensein einer kraftvollheilsamen Mensch-Spirit-Beziehung.

 

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Erweiterung und Vertiefung des Themas:                                                                                Zu Teil 2

"Man erlangt umfassende Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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"Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass die meisten Menschen ihre körperlichen, geistigen und seelischen Möglichkeiten nur zu einem sehr geringen Teil ausschöpfen .... Wir alle verfügen in unserem Leben über ein Potenzial unvorstellbaren Ausmasses, auf das wir nur zuzugreifen brauchen." (William James)