Heilige und heilende Dunkelheit 2-3

Das Gebiet der Physikalischen Medialität assoziiere ich für mich zum grössten Teil mit guten und positiven Eindrücken, auch wenn ich damit, bzw. in deren Kraftfeld, schon so einige herausfordernde Erfahrungen gemacht habe. Dass mir aber die Dunkelheit und Nacht solche Freude bereitet, das war überhaupt nicht immer so, denn als Kind wie auch noch als junger Erwachsener, habe ich sehr an diesen gelitten. Eine meiner ersten Erinnerungen als Kind überhaupt, handelte davon, dass ich in der Nacht erwacht bin und im Zimmer leuchtende Monde schwebten. Eigentliche waren diese Sichel- und Vollmonde als Dekoration an die gegenüberliegende Türe geklebt, nun schwebten sie plötzlich 'lebendig' und 'leuchtend' in der Luft - was mir grosse Angst bereitete! Oder es war enorm wichtig für mich, dass ich möglichst vor Mitternacht schlief, denn schreckte mich die Dunkelheit sonst schon sehr, war Wachsein während der Geisterstunde nackter Horror. Hinzu kam schon als kleiner Junge, eine tief sitzende Furcht zum Thema Tod und Sterben, was ich ebenfalls mit der Farbe Schwarz und Dunkelheit verbunden habe. .... Und wie man sieht, bin ich diesen Themen bis heute zugetan!

 

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Obwohl ich mich und wie schon erzählt, die Jahre zuvor so einige Male der Dunkelheit und Nacht in verschiedenen Formen gestellt hatte, lösten die ersten Besuche von Séancen im physikalisch-medialen Rahmen, noch einmal meine alten Kinder-Nacht-Ängste aus. Das war einerseits erstaunlich und interessant, anderseits wurde das gar so intensiv, dass mir gar nichts anderes übrig blieb, als mich noch einmal und noch tiefer damit zu beschäftigen. Aber eigentlich war dies eine Form von Synchronizität, und das Leben hat mich zur rechten Zeit, mit dem richtigen Thema, und mit den dazu passenden Menschen zusammen geführt. Und war ich anfänglich in den Séancen wie als Kind diesen Dunkelheits-Prozessen überwiegend ausgeliefert - was nichts schlechtes war! -, änderte sich dies langsam, als ich selber einen Zirkel gründete um mich mit der Physikalische Medialität intensiver zu beschäftigen. Dabei war ich nachträglich froh darüber, dass wir nicht schon in der ersten Zeit grössere physikalisch-mediale Phänomene hatten, denn damit war ich herausgefordert, mich mit den Dunkelheitsprozessen persönlicher und umfassender zu beschäftigen.

 

Vermutlich ist das nicht der klassische Weg, um sich auf diese Weise mit der Dunkelheit und vor allem mit der Physikalischen Medialität zu befassen, höchstwahrscheinlich auch nicht um sich mit einem Zirkel tiefer zu beschäftigen. Aber mich interessieren nun einmal die inneren Abläufe, sowohl von persönlicher Seite, wie aber auch von der Zirkeldynamik her. Dabei geht es auch um die Frage, wieso es so auffällig wenige physikalische Medien gibt, ob dies nur am angeborenen Talent liegt, oder ob es nicht vielleicht auch um psychologische Blockaden gehen könnte, und die z.B. mit dem Angst-Thema der Dunkelheit verbunden sind. Also gehe ich das einerseits sehr persönlich an, indem ich mich u.a. mit dieser besonderen Form der bewusst-unbewusst Dunkelheits-Angst beschäftige, anderseits den Zirkelraum für mich so gestalte, dass daraus Kraft wie Bewusstheit entsteht. Denn dieser ist in diesem Fall sowohl 'der Boden' wie 'der Raum', denn erst auf und in diesem kann sich die Dunkelheit halten, sich die Kraft aufbauen, und ein Tor für die 'spirituellen Kräfte' geöffnet werden. Und indem ich ganz bewusst mit all dem arbeite, bin ich den Kräften auch nicht mehr wie früher ausgeliefert.

 

Galt am Anfang vor allem der Physikalischen Medialität als solches mein Interesse, verschob sich der Fokus mit werdender Bewusstheit hin zum Boden und Raum, und zwar im Aussen wie in meinem Innen. Das was Aussen der physische Boden und Raum innerhalb der Räumlichkeit war und wie ich diese gestaltete, war in meinem Innen der Körper-Raum selbst und der Boden dasjenige, was ich als persönlich-geistig-spirituelle Ressource zur Verfügung stellen kann. Beides geht ineinander über, ebenso die äussere und innere heilig-heilende Nacht-Dunkelheit, alles regt sich gegenseitig an, und ergänzt und erweitert sich fortlaufend! ..... Sowohl der äussere wie der innere Raum helfen mir mittlerweile, bewusst und achtsam immer weiter in die Dunkelheit einzutauchen und mich dieser zu öffnen, was aber nur möglich ist über den äusseren und inneren Boden - zumindest in meinem Fall. Während der Raum natürlich vorhanden und da ist, muss ich den äusseren und inneren Boden selbst erschaffen, bzw. auf diesen in mir zurückgreifen und diesen ausformen können. Dieser wiederum ist mit meinem inneren Selbst, und dieses wiederum ist mit den äusseren Geisthelfern verknüpft.

 

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Obsidian-Schädel, Kraft-Beutel Physikalische Medialität, sowie zwei materialisierte Glas- und Aktivsteine.
Obsidian-Schädel, Kraft-Beutel Physikalische Medialität, sowie zwei materialisierte Glas- und Aktivsteine.

Ich habe diesen zweiten von drei Textteilen am 13. April begonnen, diese Seite hier am 26. April, bin dann aber plötzlich nicht mehr weiter gekommen. Ich bin einfach im Text stecken geblieben, obwohl ich zuvor ziemlich genau gewusst habe, wohin ich mich mit meinen Worten hinbewegen will. Ich habe an eine Art Schreibblockade gedacht, bis ich dann am 19. Mai erfahren habe, dass mein Vater in diesem Zeitraum im Sterben gelegen und am 24. April gestorben ist. Und erst jetzt am 11. Juni kann ich mich wieder hinsetzen, um an diesem Text weiter zu arbeiten, zwischenzeitlich von einer Dunkelheit, Trauer und Wut erfasst, wie ich sie bisher nicht in dieser Form gekannt habe. Der Tod meines Vaters liess nicht nur erneut alte Geschichten in mir aufbrechen, sondern Teile meines und seines familiären Umfeldes, brachten teils unverständliche sowie verletzende Verhaltensweisen an den Tag. Das brachte mich an meine inneren Grenzen, und mein ganzes in all den Jahren erworbenes Wissen und Können, schien vor allem auf mich selbst bezogen nicht anwendbar zu sein. Zwar bekam ich auch Unterstützung von Aussen, aber geholfen hat schlussendlich nur der 'dunkle Tod' selbst!

 

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"Man erlangt umfassende Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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