Zirkel-Ritual Samhain 4-1

Wenn ich diesen nächsten Text beginne, sind es noch knapp zwei Wochen bis zu unserem nächsten kleinen Ritual im Zirkel. Die Zeit vergeht wie im Fluge und ich habe die diesjährige Dunkelheitsphase noch gar nicht richtig auskosten und voll geniessen können, obwohl ich gerade in der Nacht immer wieder versuche davon zu zerren. Zerren darum, weil ich es mittlerweile geniesse in die Dunkelheit und Nacht einzutauchen und deren Kraft und Energie in mich aufzunehmen, auch wenn manchmal und wenn es sehr tief 'hinein' geht, immer noch diese ganz spezifische 'Dunkelheits-Angst' auftreten kann. ..... Es ist für mich sehr speziell, dass ich unter dieser Angst als Kind - aber auch noch als junger Erwachsener - sehr gelitten habe, und heute nun suche ich diese Qualität und versuche immer tiefer darin einzudringen. Denn ich bin noch so aufgewachsen, dass uns Kindern mit dem schwarze Mann, Teufel und 'Nacht-Chuz' - einer grossen, beängstigenden Eule -, sowie mit Geistern gedroht wurde, und somit die Nacht etwas sehr bedrohliches hatte. Heute jedoch suche ich das archetypische in der Dunkelheit, und somit auch nach dem Heilend-Heiligen das darin liegen muss.

 

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Der Nikolaus zu Besuch im Hirschmond-Zirkel
Der Nikolaus zu Besuch im Hirschmond-Zirkel

Einmal habe ich ein physikalisches Medium sagen hören, dass wenn man solche 'Nacht- und Dunkelheits-Ängste' hat, man lieber die Hände von der physikalischen Medialität lässt - aus meiner Sicht ein etwas zu einseitiger Rat! Sicher gibt es Gründe, vor allem psychisch-seelischer Natur, wieso es vielleicht besser ist sich nicht auf diese Form der spirituellen Arbeit einzulassen. Denn bei dieser öffnet man sich doch sehr dem Unter-/Unbewussten, und damit unter Umständen auch bisher verdrängten und ungeheilten Seelenanteilen. Damit könnte also eine Türe in innerpersönliche Bereiche geöffnet werden, für die man womöglich noch gar nicht reif und gefestigt genug ist. Anderseits und betreffend 'Dunkelheits-Ängsten', geht es vielleicht aber genau darum, dass man sich konfrontiert, einlässt und auseinandersetzt, und schlussendlich bewusst daran wachsen und mit der Zeit heilen kann. Denn nur an dem kann man wirklich reifen, das man selbst durchgearbeitet und verarbeitet hat, und das man folgend entsprechend authentisch weitergeben könnte. Und das was man meistert und gar weiter vertieft, bildet 'Energiekanäle' aus durch die die erwünschten Kräfte strömen können.

 

Wiederum kenne ich mittlerweile mehr als ein (bekanntes) mentales Medium und auch physikalische Medien, die durch eigene ungeheilte oder beengende Persönlichkeitsanteile, in ihrer Arbeit nicht immer günstig beeinflusst werden. Aber das ist ein Thema, mit dem wir uns - wenn wir ehrlich sind - alle mal mehr oder weniger ganz unmittelbar konfrontiert sehen! Darum ist persönliches Wachsen, Erweitern und Heilen so wichtig, erst recht wenn man öffentlich aktiv ist, denn die spirituelle Arbeit ist meist nur so gut - ebenso was die 'Kräfte' und 'Spirits' durch uns wirken können - wie wir selbst. So schaue ich heute zum Beispiel etwas kopfschüttelnd auf meine erste 'Heiler-Ausbildung' vor über 30 Jahren zurück, und wie es damals modisch und richtig war zu vermitteln, dass man sich bei der Heilenergie-Übertragung möglichst herausnehmen muss. Ein weiterer Aspekt war der Glaube und die Auffassung, dass man die Heilenergie 'von oben' nehmen muss, weil nur von dort das 'Hohe', 'Gute', 'Göttliche' und damit 'Heilsame' kommt. Ein beschränkter Unsinn aus heutiger Perspektive, denn damit entstand das, was ich heute für mich als 'peripheres Heilen' bezeichne.

 

Über die unterschiedlichen Qualitäten und Eigenheiten des aufsteigenden und absteigenden Energieflusses habe ich schon mehrfach geschrieben, und dass keiner dieser beiden Flüsse besser oder schlechter ist, sowie beide Licht und Schatten werfen. Beide wirken erweiternd, aufbauend, heilend und sind 'göttlich', aber die Eigenschaften des einen Kraftstromes können nie durch den anderen ersetzt werden, sondern sie arbeiten ergänzend. Somit sollte ein guter Heiler beide Ströme ausbilden, aber zuerst mit dem 'Unteren' anfangen, weil er wie bei einem Haus das Fundament bildet und dann weitere Stockwerke darauf aufgebaut werden können. Im weiteren soll er seine eigenen Themen bei einem Klienten zwar möglichst zurückstellen, denn in der Sitzung geht es im Moment um diesen und nicht um den Heiler, ansonsten sich aber möglichst eingeben. Denn ein Klient muss 'berührt' werden und zwar körperlich wie energetisch, äusserlich wie innerlich, damit die Heilkraft möglichst umfassend und tief wirken kann. Wir Menschen sind Berührungs-Wesen, entstehen aus einer intimen Berührung heraus, wachsen heran in einer nahen Berührung und brauch(t)en Berührung um zu gedeihen.

 

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Ein Heiler, Medium und alles ähnliche mehr, ist in seiner Arbeit nur so gut und wirksam, wie er in seiner eigenen menschlich-wesenhaft-energetischen Entwicklung und Reifung ist(!). Durch seine angeborenen Eigenheiten und Anlagen, durch seine familiären und kulturellen Prägungen, sowie seine eigenen Interessen und Bemühungen, aktiviert und/oder bildet jeder Mensch seine Energiezentren(Chakras) und Energiebahnen(Nadis) heraus. Durch diese 'formt' und 'prägt' er die Energie die durch ihn strömt, und es ist ihm möglich entsprechende Kräfte dieser Art zu erkennen, sowie aufzunehmen und weiterzuleiten. Ebenso ist es möglich gegen energetische Ein-/Flüsse anzukämpfen, diese zu verdrängen oder zu unterdrücken, oder da man zu diesen nicht resonanzfähig ist oder sein will, diese zu umgehen oder kann sie noch nicht 'greifen'. Arbeitet man, oder will man mit 'tieferen' und 'höheren' Kräften zusammenarbeiten, kann man einerseits nur entsprechend seinem eigenem energetischen System auf diese reagieren. Anderseits, gilt es sich von diesen Kräften immer auch 'berühren' und 'anrühren' zu lassen - um selbst weiter zu wachsen oder um etwas neu zu eröffnen.

 

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"Man erlangt umfassende Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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"Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass die meisten Menschen ihre körperlichen, geistigen und seelischen Möglichkeiten nur zu einem sehr geringen Teil ausschöpfen .... Wir alle verfügen in unserem Leben über ein Potenzial unvorstellbaren Ausmasses, auf das wir nur zuzugreifen brauchen." (William James)