Zirkel-Ritual Samhain 3-3

Diese beiden erwähnten physikalischen Medien kenne ich überwiegend durch ihre Arbeit, ansonsten stehen wir uns nicht näher und ich weiss auch privat kaum etwas über sie. Somit kommen meine Aussage aus einem rein persönlichen Blickwinkel und wie ich diese Medien von aussen wahrnehme, bzw. wie sie bei mir ankommen. Ausserdem sei erwähnt, dass ich bei verschiedenen Medien die letzten Jahre an über 60 Séancen teilgenommen habe, somit also nicht ganz unerfahren bin, vergleichen kann und auch weiss, was diese bei mir selbst bewegen und auslösen. Anders formuliert: die verschiedenen physikalischen Medien, ihre Séancen und die 'Energien' die dabei freigesetzt werden, lösen bei mir selbst, aber auch in meinem unterbewussten Wesen, Resonanzen und Wirkungen aus. Aber kaum jemand hat dies (regelmässig) auf der Ebene des 'aufsteigenden Energieflusses' gemacht, mit Ausnahme des Mediums mit dem Kristallschädel. Dies aber ist nur möglich durch jemandem, bei dem dieser 'Fluss' (bewusst-unbewusst) schon eröffnet worden sein muss und somit aus diesem heraus wirken kann, aber ebenso, dass man physisch-psychisch schon hat 'sterben' müssen.

 

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HL. SYNESIUS (Katakombenheiliger, Bremgarten/AG)
HL. SYNESIUS (Katakombenheiliger, Bremgarten/AG)

Nicht nur bringt einem der 'Aufsteigende Energiefluss' mit all seinen inneren verdrängten und unterdrückten Aspekten in Kontakt, weil nur auf diese Weise das persönliche Selbst freigelegt werden kann, sondern auch mit dem 'Sterben'. Denn damit das das wahre und eigene Selbst hervortreten und wachsen kann, müssen nicht nur die abgespaltenen und schmerzlichen Wesensanteile integriert, sondern einschränkende und behindernde Muster losgelassen und überwunden werden. ... Das Selbst ist mit unseren tiefsten und höchsten Anteilen verbunden, wenn aber das be- und eingeschränkte Ich und Ego die Kontrolle behält oder (bewusst-unbewusst) behalten will, wird es kein wesentlicher Durchbruch geben. Das heisst, dass das kleine, beschränkte oder wie-auch-immer-verletzte Ego loslassen und sterben muss, damit es zu (s)einem grösseren und reiferen Ich und Selbst findet. Aber wie das nun oder überhaupt stattfindet, hat man nicht wirklich in der eigenen Hand, aber man kann sehr wohl darauf hinarbeiten! Aber dies sind all die Gründe, wieso man sich vor dem Unterwelt-Weg fürchtet und dagegen sperrt, obwohl es dieser ist, der einem alles gibt wonach man eigentlich sucht.

 

Der langsame und meist übliche Weg ist, dass man vom Leben 'geschliffen' wird und (immer wieder) in Situationen gerät, die das eigene Ich und Ego übersteigen, so dass man (widerwillig) lernt loszulassen und sich hinzugeben. Dies geschieht immer an etwas Tieferes und Höheres - man kann es auch 'Göttliches' nennen -, etwas das über das kleine Ich-Ego hinausgeht und aus umfassenderen Quellen schöpft, und dass dieses wachsen, heilen, reifen und verstehen lässt. Schnellere Wege können Unfälle oder Krankheiten, eventuell verbunden mit Nahtodes-Erfahungen sein, und die so tief in das Ich und die Seele gehen, dass es zu grösseren persönlichen Wandlungen kommt. Aber es gibt auch schönere und leichtere Wege, z.B. durch spontan auftretende Erleuchtungs- oder Einsichtserfahrungen, oder den Weg über Meditation und Gebet. Aber auf welche Weise auch immer, der Weg in die 'dunkle' Unterwelt, aber auch jener in die 'helle' Oberwelt, ist immer mit einem beängstigenden (Ab-)Sterben und Verwandeln des Ego-Ich verbunden. ..... und dort wo ich teils gelernt habe, wird dieser Weg auch mit dem schwarzen und weissen Tod, und mit dem Symbol des Totenkopfes verbunden.

 

So habe ich bei diesen indigenen Priestern an Zeremonien teilgenommen, in deren Mittelpunkt ein kristalliner und grösserer Schädel stand, sowie mit dem schwarzen und weissen Tod gearbeitet wurde. Als (Heil-)Reaktion darauf, sind die TeilnehmerInnen entweder mit dem Schattenreich der Unterwelt, und mit ihren verdrängten und unterdrückten Bereichen in Kontakt gekommen, oder mit dem Schattenreich der Oberwelt, wo u.a. idealisiert und überhöht wird. ..... Auch bei uns hier gibt es solche Symbole um damit bewusst zu arbeiten - jenes des Totenkopfes(1) oder des Sensemannes(2), sowie der Tod und die Tödin(3). Diese stellen in einer vertieften Betrachtung nicht nur die Polarität von Leben und Sterben dar, sondern ebenso jenes des Körper- oder Ego-Todes, sowie des schwarzen Unterwelt- und weissen Oberwelt-Todes. Alle diese wiederum haben eine eigene weitere Polarität in sich, bei der es entweder um positiv-heilende oder negativ-verletzte Facetten geht. Aber als 'greifbares' Heilsymbol und um aktiv mit sich und anderen Menschen unterstützend zu wirken, kenne ich bisher nur die Kristallschädel oder die Katakombenheiligen der katholischen Kirche.

 

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Wenn ich jedoch die deutschsprachige Literatur zu den Kristallschädeln und deren überwiegend 'gechannelte' Inhalte sichte, dann findet ich fast ausschliesslich Informationen, die aus meiner Sicht zur Schattenseite der Oberwelt gehören. Dabei wird ausserdem zumeist übergangen, dass der  menschliche Schädel als Symbol zuerst einmal die Rückkehr zur Erde und Unterwelt darstellt, also Sterben und Tod, Vergänglichkeit und Verwandlung. Ebenso wird übersehen, dass der Stein oder das Mineral ebenfalls aus der Erde und damit aus der Unterwelt stammt, jedoch durch die edle Gesteinswahl, haben wir eine Ausrichtung auf die heilenden, aufbauenden und positiven Facetten der Thematik. All dies ist somit der 'Boden' dieses Symbols, und kann erst dann durch entsprechend passende und heilende Kräfte, Visionen und Einsichten der Oberwelt erweitert werden. ..... Bei den Katakomben-Heiligen ist es ähnlich: ein Mensch 'stirbt', geht zurück zur Erde und in die Unterwelt, und steigt von dort verwandelt und initiiert hoch, versehen mit neuen Gaben und Kräften. Dies spiegelt und symbolisiert sich folgend im veredelten und reich geschmückten Skelett und Heiligenbild!

 

(Erweiterung und Vertiefung des Textes in Teil 4)

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1 = Symbol Totenkopf/Totenschädel 1 / 2 / 3 /   2 = Sensenmann 1 / 2 / 3 /   3 = Tod/Tödin 1 / 2 / 3 / 4

"Man erlangt wahrhaftige Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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