Zirkel-Ritual Samhain 3-1

Zuerst einmal und auch wenn es eine weitere Wiederholung ist, möchte ich darauf hinweisen, dass dies hier meine Gedanken, Erkenntnisse und Erfahrungen sind, mein momentanes Sein und Werden spiegelt und damit menschlich begrenzt und unperfekt ist. Und ich teile diese nicht weil ich glaube, dass sie so spektakulär sind und die Menschheit genau darauf gewartet hat, sondern ich schreibe aus dem Alltag eines einfachen Mannes der seinen eigenen Weg im Leben sucht. ..... Wenn man gewisse esoterisch-spirituelle oder alltags-psychologische Bücher liest oder entsprechende Seminare besucht, wird einem häufig ein fast überperfektes und obergeschöntes Bild vermittelt. Es heisst 'mach so und so', oder 'tu dies und tu das', und dann wird es ganz unweigerlich wie erwünscht oder erhofft, sprich - 'ideal und perfekt'. Aber 'ideal und perfekt' gehören zur Schattenseite der Oberwelt - die ich schon im letzten Text angesprochen habe -, sie sind eine Täuschung und dienen häufig nur der Umgehung der Unterwelt und des unmittelbaren Lebens. Jedenfalls, möchte ich mit meinen Worten einfach eine reflektive Betrachtung des 'alltäglich-spirituell-herausfordernden Normalen' versuchen.

 

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PRAXIS-ALTAR in der Dunkelheit
PRAXIS-ALTAR in der Dunkelheit

Vor noch nicht all zu langer Zeit hatte ich die innere Erfahrung, dass ich in meinem weltlichen und spirituellen Leben einen Kreis gemacht habe, und dabei teils zu meinem Ausgangspunkt zurückgekehrt bin. Es ist dies ein grosser Lebenskreis gewesen der Jahrzehnte in Anspruch genommen hat! Aber während ich auf der einen Seite viele neue Erlebnisse hatte und Erkenntnisse gewonnen habe, sind dabei andere und schon bestehende Themen, zu meinem Frust kaum wirklich tiefer angerührt worden. Jedoch die zwiespältigste Feststellung war, dass einige der Wege die ich eingeschlagen und begangen habe, grundsätzlich gar nicht nötig gewesen wären, dies gilt vor allem für solche im 'Dort'. Zwar hätte ich ein gewisses Anfänger- oder Beginnerwissen gebraucht, aber sonst hätte ein Einlassen auf das unmittelbare 'Jetzt' ausgereicht, das sich Öffnen dem Leben und den Geistern(Spirits) gegenüber, sowie regelmässige Reflektion und Meditation. Ansonsten ist eigentlich alles ganz natürlich da und vorhanden was man braucht! Selbstverständlich ist über den Zaun gucken erlaubt, zu sehen wie es andere machen und angehen, und um auf diese Weise voneinander zu lernen.

 

Aber im 'Dort' kann man nur abschauen, die eigentlich Öffnung und Entfaltung geschieht im unmittelbaren 'Hier' und im 'Jetzt', auf dem Boden der eigenen 'Wurzel' und 'Herkunft'. Das was es braucht ist 'Absicht' und 'Fokus', sowie 'Zulassen' und 'Einlassen', die relevanten Erfahrungen jedoch können nur über das eigene Innen gemacht und erfahren werden. Das 'Dort' und 'Aussen' gehören zum absteigenden, das 'Hier' und 'Innen' zum aufsteigenden Energiefluss, über ersteres kann ich die 'Kräfte' und das 'Göttliche' sehen-erkennen, über zweiteres unmittelbar erleben-erfahren. Das 'Unten' und 'Innen' ist der Boden und Halt für das 'Oben' und 'Aussen', das 'Oben' baut natürlich auf dem 'Unten' auf und ist dessen Ergänzung. Das ist die natürliche Reihenfolge, ansonsten ist weder mit sich selbst, noch mit dem Leben und mit dem Spirit, eine wahrhaftige intime und möglichst nahe Verbindung möglich. Diese intime Rückverbindung mit dem 'Innen' und 'Unten' ist ausserdem unabdingbar, damit wir uns auch wieder natürlich mit der Erde verbunden fühlen und aufhören können, über das 'Aussen' und 'Oben' zu kompensieren - ansonsten werden wir den Planeten unweigerlich zerstören(!).

 

Der alltägliche 'Einsatz' und die 'Bewegung' von spirituellen Kräften sollte heute weit über das hinausgehen, was nur den Einzelnen ausmacht und betrifft. Eigentlich ist es offensichtlich, dass wir das Leben auf unserem Erdenplaneten immer weiter gefährden, ausserdem die Ressourcen masslos verschwenden und Zerstörung ohne Ende bewirken. Aber weder auffällig im Kleinen und schon gar nicht im Grossen, wird in den Rückwärtsgang geschaltet! Wird sind so im 'Oben' und 'Aussen' ge- und verfangen, dass wir gar nicht mehr wissen und vor allem spüren, wie wir zurück zum 'Unten' und 'Innen' kommen. Aber das Wissen ist in uns angelegt, nicht als absteigendes Kopfdenkwissen - das nicht oder nur begrenzt helfen kann -, sondern als aufsteigendes Körperempfindungswissen. Und so brauchen wir heute unbedingt wieder mehr 'spirituelle Medien' und 'geistige HeilerInnen' aller Art, die mit der Erde und der Unterwelt verbunden sind, und zuerst 'von unten nach oben' und erst folgend 'von oben nach unten' wirken. Es ist nicht ohne Grund, dass es bisher nur wenige dieser Art gibt, denn dieser Weg ist schmerzlich und herausfordernd, aber der einzige zu mehr wirklicher Ganzheit.

 

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Man verstehe mich richtig, ich möchte hier nicht 'meinen' Weg als den einzig Richtigen und Wahren anpreisen, denn ich, mein Weg und Wissen, sind nur ein kleines Schräubchen im grossen Getriebe. Trotzdem habe ich die letzten Jahrzehnte (fast) nichts anderes gemacht, als dieses Schräubchen das mit einem Teil des Getriebes verbunden ist, zu erforschen. Und es ist das was mich das Leben und die Kräfte bisher gezeigt und gelernt, und unmittelbar haben erfahren und erleben lassen. Ausserdem bin ich besorgt um die Erde, die Tiere und Pflanzen, besorgt um die Menschen und meine Kinder sowie deren Kinder, und frage mich immer wieder was hier genau abgeht und warum das so ist. Ich schaue in mich selbst hinein und suche nach möglichen Ursachen und wie ich diesen entgegenwirken kann. Wobei es nicht reicht einfach nur oberflächlich (s)ein Verhalten zu ändern, sondern die Frage ist, wie eine echte Veränderung gewirkt und bewirkt werden kann und was es dazu braucht. Dazu fällt mir ebenfalls in meinem Tätigkeitsgebiet auf, dass rundum und abgesehen von einzelnen Ausnahmen, keine wirklich greifbaren Anregungen von den 'Spirits' kommen - aber warum?

 

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(Zu Textteil 1)                                                                                                (Weiter zu Text 2)

"Man erlangt wahrhaftige Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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