Zirkel-Ritual Samhain 2-1

Schon kurze Zeit nach dem Ritual bekam ich dessen (Heil-)Wirkung zu verspüren, was ich manchmal wie eine Art von 'Gegenreaktion' erlebe, in diesem Fall verbunden mit Kopfschmerzen und verstärkten Herzrhythmus-Störungen. Zwar legten sich die Schmerzen bald wieder, aber die Herz-Beschwerden wurden die folgenden 3 Tage darauf so stark, wie seit Monaten nicht mehr. Unangenehm! Auch der Tag nach dem Ritual war ich auffällig 'neben mir' und innerlich sehr bewegt und aufgewühlt, was mir deutlich zeigte und vermittelte, dass die spirituellen Kräfte verstärkt präsent gewesen sind und 'gewirkt' haben. ..... Insgesamt verwundert es mich immer wieder auf ein Neues, dass ich auf Rituale solche Erstreaktionen habe, sogar wenn ich diese selbst gestalte, aber das habe ich ebenfalls bei Séancen und ähnlichem mehr. Sehr schnell könnte man nun denken, dass somit etwas nicht gut war und 'schlechte Schwingungen' und 'niedere Energie' dafür verantwortlich sind, aber so etwas ist eher (unreflektiertes) Eso-Denken. Die Erfahrung lehrt mich etwas anderes, ja, eher das Gegenteil ist der Fall, denn es geht hier mehr um individuelle und persönliche Reaktionen.

 

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Ein Ritual oder eine Zeremonie ist immer eine Hinwendung an tiefere und höhere Kräfte, und diese wirken ganz individuell auf den einzelnen Teilnehmer ein und begegnen ihm dort, wo dieser in seinem eigenen Leben steht. Somit ist auch jede Reaktion auf eine spirituelle Arbeit etwas sehr persönliches, und sollte darum aus einem individuellen Blickwinkel, sowie mit Blick in die eigene Seele betrachtet werden. Wenn also nun mein physisches Herz so intensiv und auffällig reagiert, dann ist es einmal mehr Zeit, meine Herzensangelegenheiten und Herzensdinge genauer anzusehen. Und da die tieferen und höheren Kräfte und Archetypen immer nach Ausdehnung und Wachstum aus sind, gilt es hinzusehen oder hinzuspüren, wo es Beengung, Einschränkung, Verletzung oder gar Unterdrückung gibt. Aber anhand der Reaktion lässt sich relativ leicht 'ablesen', ob man von den mehr tieferen oder höheren Kräften berührt worden ist. So bringen die 'heilend-tiefer' wirkenden Kräfte anfänglich eher mehr schmerzliche und verdrängte Aspekte hoch, während die 'heilend-höheren' Kräfte eher mehr angenehme und erhebende Reaktionen hervorbringen. Aber keines ist damit 'besser'!

 

Als ich in Guatemala war - aber auch später in Peru -, konnte ich von den Einheimischen lernen, dass diese nicht nur von verschiedenen Ebenen hier in der 'Mittelwelt' ausgehen, sondern es diese auch unter uns in der 'Unterwelt', sowie über uns in der 'Oberwelt' gibt. 'Tiefer' oder 'höher' ist somit nicht gleich schlechter oder besser, sonder das 'Tiefe' hat seine schweren, leichten, dunklen oder hellen Schichten, wie das beim 'Hohen' ebenso der Fall ist. Wir können das ganz leicht daran erkennen, dass wir 'von oben' z.B. edle Gedanken oder Philosophien haben und pflegen, aber sehr wohl auch negativen Gedanken oder pessimistischen Weltbilder nachhängen und diese immer weiter vertiefen können. 'Von unten' bekommen wir es von der Schattenseite her mit verdrängten und unterdrückten Gefühlen und Emotionen, sowie mit nicht gelebten oder entwickelten Persönlichkeitsanteilen zu tun. Auf der anderen Seite haben wir die Entfaltung des Selbst und seines eigenen wahren Wesens, und der Zugang zum Wissen der Ahnen und der Erde - und einiges andere mehr. Zumeist aber setzen wir uns zuerst mit dem 'Oben' auseinander, erst folgend dann mit dem 'Unten'.

 

Es gibt ein natürlicher Entwicklungsverlauf der geht von oben nach unten und von aussen gegen innen, und dann von unten nach oben und von innen gegen aussen. Es ist ein voller Kreis den jedes Problem oder jeder Entwicklungsschritt durchläuft, manchmal ist dieser aber Prozess so klein, dass wir es gar nicht mitbekommen, dann aber so gross und umfassend, dass wir den Verlauf (eigentlich) gut beobachten können. Selbstverständlich gibt es immer Variationen, aber der Kreis bleibt derselbe und dieser muss gegangen werden, wenn ein Entfaltungsverlauf rund und abgeschlossen sein möchte. Dabei ist die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Oberwelt normalerweise der eher leichtere Teil, während die Unterwelt ans Lebendige gehen kann und darum (bewusst-unbewusst) auch gerne gemieden wird. ..... Ich bin mir bewusst, dass ich mich mit Erklärungen wie diesen in unterschiedlichen Varianten wiederhole. Aber damit wir authentisch zu jenen werden können die wir wahrlich sind, ebenso um die Erde wieder spüren und heilen zu können, müssen wir uns unbedingt wieder mit dem aufsteigenden Energiefluss und der Unterwelt verbinden können.

 

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Als ich am Tag nach dem Ritual-Abend noch einmal alles durch mich durchgehen lassen und reflektieren konnte, musste ich mir eingestehen, dass dieses nicht durchgehend fliessend und rund war. So habe ich im letzten Teil und als wir über unsere eigene Bedürfnisse und Wünsche sinniert und meditiert habe, einen Moment zusätzlich die Rassel genommen um die Kraft zu verstärken, ebenso um die Elementarkräfte mehr miteinzubeziehen. Aber hinterher hineingespürt, war zu diesem Zeitpunkt die Rassel ein 'Fremdkörper' und nicht wirklich passend, so dass ich diese zukünftig bei solchen Anlässen nicht mehr verwenden werde. Ich selbst war und bin kein Trommler, aber die Rassel habe ich doch in der Natur- und Elementar-Arbeit schätzen gelernt und dort fühlt sich diese auch völlig stimmig an. Aber an diesem Ritual-Abend, wäre eine noch tiefere Öffnung und Hingabe an die Dunkelheit und Stille vermutlich richtiger gewesen. Aber einerseits gehören solche 'Fehler' dazu und daraus kann ich lernen es besser zu machen, anderseits machte es den 'Präsenzen' und 'Kräften' keinen wirklichen Abbruch, und die erwünschte Eröffnung hat trotzdem stattfinden können.

 

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(Zu Text 1)                                                                                                      (Weiter zu Teil 2)

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