Berg-Initiation (Apukuna Karpay) 6.3

Ob ich/wir es bewusst (ge-)wahrnehmen oder nicht, so sind wir doch hier im Moment lebendig gewordene Erde, somit teilweise auch lebendig gewordener Stein, bzw. Mineral, und tragen damit 'Steinkraft' in uns drinnen. Das ist relevant zu wissen, denn dieser Gedanken fortgeführt heisst, dass wir auch über 'Steinenergie' verfügen, was ich aber damit noch nicht weiss ist, wohin genau mich das führt und was ich allenfalls daraus extrahieren kann. Aber es gibt somit und damit für mich eine wichtige Unterscheidung in Bezug zu den archetypischen und mythologischen Gestalten, auch wenn diese erst einmal nur theoretischer Natur ist. Ob Götter, Heilige, Apus oder ähnlich weiteres, so werden diese doch mehr damit in Verbindung gebracht, dass sie auf oder um den Stein-Fels-Berg sind, und gehören damit für mich mehr zum absteigenden Energiefluss. Anders jene mythologischen Wesen wie Steingeister, Drachen, Zwerge oder ähnliches mehr, die überwiegend - oder mal mehr oder weniger - im oder unter dem Stein-Fels-Berg sind. Dieser Unterschied ist für mich auch in Verbindung mit den 'Apukuna Karpay' wichtig, weil er auf zwei unterschiedliche Wirkrichtungen verweisst!

 

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Feisternau - Dittingen/BL
Feisternau - Dittingen/BL

Zurück zu meinen zwei Träumen, die ebenfalls auf zwei wichtige Unterschiede verweisen, auch wenn sie schlussendlich zusammen gehören, bzw. es zwischen ihnen eine Verbindung gibt. So gehören mein Grossvater und Onkel aus dem ersten Traum, ebenso ihre zutiefst menschlichen Geschichten zur Mittelwelt, und wir sind Teil eines gemeinsamen Stammes und einer Familie (2ter Initiationsstein). Sie sind jedoch nicht nur meine Familien-Ahnen, sondern auch das was ich als Erd-Ahnen bezeichne, denn wir sind nicht nur aus einer gemeinsamen Verzweigung des Stammbaumes, sondern ebenso aus der Erde hervorgegangen (erster Initiationsstein). Obwohl ich fast nur von ihren einschränkenden, dramatischen und schweren Lebensereignissen weiss, sind nun ihre 'Geister' in meinen Traum gekommen und haben mir noch von anderen Facetten und Kräften in unserer Stammeslinie erzählt. Es sind dies Kräfte und Bilder die einen Gegenpol zu den schmerzlichen Ereignissen bilden (können), die ihre Leben und die Nachwirkungen ihrer Handlungen, auf die damals bestehende und folgende Generation hatte. ..... und verweisen damit auf das Heilpotential des 1. und 2. Steines.

 

Der zweite Traum mit den Stein-Ahnen, spricht noch einmal eine andere Schicht an, und zwar geht es hier zuerst nicht um die menschliche Ebene und menschliche Geschichte, sondern man steigt tiefer hinab. Steine gehören zum Ursprungsmaterial der Erde, sie waren teils da vor dem pflanzlichen, tierischen und menschlichen Leben, und stellten diesen zusammen mit Wasser und anderen 'Stoffen', die nötigen Lebensgrundmaterialien zur Verfügung. Steine gehören also zu den ältesten 'Nahrungsquellen' und 'Informationsträger', von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Berge in den Anden mit 'Weisheitshütern' in Verbindung gebracht werden. Ebenso sind daraus die 'Apukuna Karpay', die Berg-Riten entstanden, im 'Munay Ki' gibt es dazu ebenfalls einen eigenen Ritus, und bei Ritualen und Heilarbeiten, spielen Steine und Steinkräfte immer wieder auch eine wesentliche Rolle. Aber bei diesen geht es schon nicht mehr nur um die 'Grundinformationen' in den Steinen selbst, sondern das was zusätzlich auf die Steine 'übertragen' wird und damit zum menschlichen Wesensaspekt gehört. Aber ob das eine oder andere, immer geht es um tiefere und höhere (Heil-)Aspekte!

 

So habe ich mittlerweile viel über den Traum mit meinem Grossvater und Onkel nachgedacht und sinniert. An ihren Leben lässt sich nichts mehr ändern, aber ich erkenne welche Spuren diese in meinem Leben hinterlassen und wo ich ganz ähnliches erlebt habe, z.B. habe ich (unbewusst) den Militärdienst wie mein Grossvater verweigert. Wir haben dafür folgend auf verschiedene Weise teils bitter bezahlen müssen, aber hätte ich ins Militär gemusst, dann hätte mich das meine Seele gekostet und wäre jenseits meines inneren Wesens gewesen. Oder die chronischen physischen/psychischen Krankheiten die mein Onkel und meine Mutter entwickelt haben, als Folge von vielen Geschehnissen und Traumas die sie seit frühester Kindheit durchleben mussten, wurden teils auch an uns Kinder weitergereicht. So war ich wie mein Onkel viele Jahre hochgradig Suizid gefährdet, aber während er sich das Leben genommen hat, habe ich mich daraus heraus arbeiten können und bin immer noch da. Stellvertretend habe ich das aber später auch noch beim Bruder meiner ersten Frau erleben müssen - wieder weibliche Linie und Bruder -, der sich ebenfalls das Leben genommen hat.

 

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Meine Worte wollen auf folgendes hinaus: wir sind Menschen und damit unweigerlich in menschliche Geschichten verwickelt, in unsere eigenen Geschichten, die wiederum mit den Geschichten unserer Familien und Vorfahren verknüpft sind. Dann mit den Geschichten unserer erweiterten Familie, Freunde, Gruppe, dem Dorf oder der Stadt in der wir leben, ebenso das Land und die Welt die wir bewohnen. Aber wir haben immer nur uns selbst und mit dem wir arbeiten können, und es ist immer nur das 'Tiefere' und das 'Höhere' das uns auf eine andere, neue und heilende Ebene bringen kann! ...... In meinem Fall z.B. ein Traum der mir gewahr werden lässt, dass ich von der Familie her - symbolisch ausgedrückt - mit einer 'Zigeuner-Indianer-Seele' versehen und mit bestimmten Naturkräften verbunden bin, und dass diese nicht beschränkt und unterdrückt werden dürfen. .... Aber das alles gilt ja nicht nur für mich, sondern auf ganz persönlich-individuelle Weise auch für alle anderen Menschen! Und dafür stehen uns für Wachstum und Heilung verschiedene menschliche und spirituelle Helferkräfte, sowie Richtungen, Riten und Rituale zur Verfügung - und ebenso die Steinkräfte.

 

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