Berg-Initiation (Apukuna-Karpay) 5.1

Mehr als 3 Jahre vor den 'Berg-Riten', hatte ich innerhalb von 7 Tagen in den Nächten zwei intensive Träume, wovon ich den ersten Traum zwar u.a. als eine Vorform eines Initiations- und Aufnahme-Ritual erkennen, aber doch nicht ganz verstehen, und darum die Kraft darin auch nicht 'ab-holen' konnte. Dazu muss man zuerst wissen, dass es bei meinem Geburtsort verschiedene Kraftplätze und auch spezielle Steine gibt, einer davon ist der 'Ärdmannli-Stei' / Erdmännchen-Stein(1), ein anderer der 'Bättler-Stei' / Bettler-Stein(2). Zu beiden Steinplätzen gibt es verschieden Sagen und Mythen, und ich selbst hatte mich bisher vor allem an den 'Erdmannli-Stein' gehalten, weil ich diesen mit mir und meinem Vater assoziiert und verbunden habe. ..... Nun aber träumte ich von einem Volk, das eine Art Mischung zwischen einheimischen Zigeuner und Indianer war, und das eine ganz eigene Kultur hatte. Es war aber auch ein verfolgtes und nicht sehr beliebtes Volk, aber ich selbst liebte dieses und wünschte mir ein Teil davon sein! So war es mir erlaubt bei ihnen zu sein und ebenso an ihren Versammlungen teilzunehmen, aber ich war noch nicht 'aufgenommen' oder 'adoptiert'.

 

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Bettlerstein - Wohlen/AG
Bettlerstein - Wohlen/AG

Nun sind es gut 4 1/2 Monate her, seit ich die 'Apukuna Karpay' (Apukuna-Riten) übertragen bekommen, ausserdem über 3 Monate her, seit ich den letzten Text dazu geschrieben habe. So einiges hat mich dazu zwischenzeitlich beschäftigt, auch ein weiterer Besuch an meinem 'Wurzelort' ist hinzugekommen, um dort aber etwas ganz anderes zu finden als ich erwartet habe. Aber das wohl herausforderndste in dieser Zeit war, dass auch der schon erwähnte Reinigungsprozess weiter gelaufen ist und dabei weiterhin an so einigen bisherigen Illusionen gekratzt hat. In diesem Zeitraum bin ich ebenso an den theoretischen wie praktischen Seiten zum Thema der physikalischen Medialität dran geblieben. Aber damit sich eine solche - in meinem Sinne - gesund entwickelt, braucht es dafür einerseits einen guten inneren und äusseren Boden, anderseits weltliche und spirituelle Ressourcen auf die sie zurückgreifen kann. Und die Apukuna-Karpay gehören zum Boden, sind Bodenarbeit in und mit mir selbst, und kommen damit auf gewisse Weise noch vor der physikalischen Medialität, die dann erst auf all dem aufbaut. ..... Aber das ist meine Sicht der Dinge, wie ich es angehe und anwende!

...... das wohl ernüchternste bei diesem besagten 'Reinigungs- und Abschäl-Prozess', ist die Einsicht und Erkenntnis, dass ich in all den vielen Jahre meiner persönlichen und spirituellen Suche, auf gewisse Weise völlig falsch vorgegangen bin. Zwar habe ich mich immer bemüht meine Suche ernsthaft und bodenständig anzugehen, bin aber trotzdem in die 'New Age-' und 'Esoterik-Falle' hineingetreten - es hat aber über 30 Jahre gebraucht um das zu erkennen! Nicht, dass ich mir das nun anlasten würde, denn ich habe mich wirklich sehr eingegeben und habe mich voll investiert, ich ärgere mich viel mehr darüber, dass ich keine besseren oder gereifteren Lehrer hatte. Denn auf gewisse Weise, sind ein Teil dieser 30 Jahre, somit auch verpasste und nicht wirklich echt gelebte Jahre! ..... Aber auch das gilt es zu akzeptieren: es gehört zu meinem Lebensalter, zu rekapitulieren, eine Essenz zu ziehen und sich dann zu fragen, was ich nun mit dem Rest meines Lebens möglichst sinnvolles anfange. Aber in mir nun zu spüren, dass ich trotz meiner tiefen Suche und Ernsthaftigkeit, mir so einiges vorgemacht und kompensiert habe, das ist doch nicht so leicht zu verkraften.

 

Aber es ist auch nicht so, dass ich nun nicht mehr an Dinge wie Hellsinne, feinstoffliche Energien, Medialität, Magie, oder anderes ähnliche mehr glaube, aber diese Dinge sind so natürlich, dass sie nie so hätten aufgebauscht werden müssen. All das ist ganz naturgegeben da und in uns vorhanden - bei den einen etwas mehr, bei den anderen etwas weniger -, und ganz sicher sind sie nicht dafür gedacht um 'abzuheben', sich 'loszulösen' und vom Leben zu 'distanzieren'. Aber genau das ist mir passiert, statt diese 'Kräfte' zu nutzen um in das Leben hineinzukommen, habe ich diese trotz bester Absicht (bewusst-unbewusst) dazu benutzt, um mich aus dem Leben zu nehmen, und mich vom Lebensschmerz und der Lebensangst zu distanzieren. Ich war so sehr von mir selbst distanziert, dass ich nicht erkennen konnte was mit mir geschieht, und da sich meine Lehrer auch nicht besser verhalten haben, waren auch keine anderen Vorbilder vorhanden. ..... Aber die Erde selbst und insbesondere die Steine lehren da zu sein, im Da zu sein, sich dem Leben zu öffnen, sich diesem hinzugeben, sich auf dieses einzulassen - und von ihnen die dafür nötige Kraft und Stabilität zu bekommen.

 

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Zurück zum Traum. ... Um jeweils zu diesem Volk und in ihr Versammlungshaus zu gelangen, musste ich durch den Wald laufen und an einem Bach entlang. Dabei lief ich nicht wie die 'Normalbürger' auf der rechten Gewässer-Seite und auf dem breiten Waldweg, sondern auf der linken Seite und auf einem schmalen Pfad. Dieser war in seiner Kraftqualität dunkler, magischer, schamanischer, archaischer und erdiger, und vor dessen Ende, musste ich durch und unter einem 'Torbogen' aus Naturmaterialien (Holz, Ästen, Schmuck) laufen. Ebenfalls an einer Art Totempfahl vorbei der mit Tieren beschnitzt und mit besonderen Zeichen versehen war - eine Form von magischen Buchstaben-Zeichen bestehend aus Strichen. ..... und während ich aus diesem Traum erwachte wurde mir ausserdem gewahr, dass dieses Volk irgendwie mit den oben erwähnten Steinorten verbunden war. ..... Obwohl ein Teil der symbolischen (subjekt- /objektstufigen*) Deutung dieses Traumes relativ einfach gewesen ist, hat mich aber etwas irritiert und das ich intuitiv nicht einordnen konnte. Im Traum haben mich nämlich nach dem Torbogen zwei Männer erwartet - ein älterer sowie ein jüngerer Mann ..... .

 

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1 = Erdmannli-Stein 1 / 2 /    1 + 2 = Erdmannli-Bettler-Stein (Megalith-Geomantie-Objekte) 1 / 2 / 3 /

* = Traum Subjektstufe(*) / Traum Objektstufe(*)

"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man auch die Dunkelheit erforscht."

(sinngemäss nach C.G. Jung)

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