Séance, Spirits und Vertiefung 3.2

Ich kann in die Séancen und zu den physikalisch-medialen Medien gehen, ich kann mich von diesen berühren und anregen, gar inspirieren oder beraten lassen, was ich dann aber damit und daraus mache, liegt einzig in meinen Händen. Aber selbst wenn ich mich entscheide, die physikalische Medialität zu einem Teil meines Weges werden zu lasse, ist damit der Weg noch nicht gegangen, sondern ich werde auf diesem meine ganz eigene Version derselbigen entfalten müssen. So kann ich zwar hinschauen, hinhören und hinlesen, bekomme dabei aber jeweils nur jene Versionen vorgesetzt, wie andere (es) sehen, wahrnehmen und erleben. Das kann hilfreich sein und unterstützend, erklärend und aufbauend, anderseits kann es aber auch beengen und einschränken, wenn ich (ausschliesslich) nachahmen und imitieren will. So bin ich zwar jeweils sehr dankbar für Tipps und jede Anregung die vom Aussen kommen, vom Innen her erlebe ich jedoch trotzdem alles als neu und ungewohnt, und weiss trotzdem nicht ob ich es richtig mache und ob es zum Erfolg führt. Somit bleibt schlussendlich einfach das Praktizieren und Erfahrung sammeln, bis sich Ergebnisse in irgend einer Form zeigen!

 

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Als ich zu Anfang mit der physikalischen Medialität in Kontakt gekommen bin, war ich wie so viele einfach nur erstaunt und verwundert, aber auch so begeistert, dass ich dies auch selber erlernen wollte. Herz und Seele haben reagiert, ebenso der 'absteigende' Energiefluss, der schon einmal leicht angeregt werden kann, aber dessen entzündetes Feuer kann ebenso schnell auch wieder erlöschen. Denn zu diesem gehören zumeist all die Modewellen die kommen und gehen - auch jene im spirituellen Bereich! Es ist das Element Luft und Feuer, die schnell angeregt und entfacht werden, die einen kleineren oder auch grösseren Wirbelsturm und Flächenbrand, die eine momentane Begeisterung auslösen können. Diese sind und bleiben aber eine kurzlebige Sache, wenn ihnen das Element Wasser und vor allem die Erde, sowie der Boden und die Wurzel fehlen. (Spirituelle) Moden kommen und gehen wie der Wind, einmal ist es das Thema, dann wieder ein anderes, und die Menschen fliegen darauf und werden mitgerissen wie ein Baumblatt. Aber Bestand wird es nicht haben, wenn das Absteigende nicht im Einklang ist mit dem (persönlichen) aufsteigenden Energiefluss.

 

Auch die Vielfalt des Absteigendem kann einem ergreifen und verwirren, man kommt nicht zum Punkt und zum Wesentlichen, man verliert sich im Vielen (Werden). Unterstützung und das Relevante findet man jedoch im Aufsteigenden, dort ist das Eine, das was wirklich ist (Sein). Und die Aufgabe des Absteigenden ist es eigentlich und grundsätzlich, das persönlich (S)Eine, auf vielfältige Weise zum Ausdruck zu bringen (- zu verhelfen). Dies betrifft jedoch nicht nur die Hauptachse als solches, also den 'vertikalen' Energiefluss, das Unten und das Oben, das was bei einem Baum die Wurzel, der Stamm und die Krone ist. Sondern dies drückt sich auch in die zwei 'horizontalen' Achsen aus, wovon die eine Achse das Links und das Rechts, die weibliche und männliche Seite ist, die andere Achse das Vorne und Hinten, Zukunft und Vergangenheit betrifft. Es sind dies die bekannten 7 heiligen Richtungen: vertikal und als Hauptachse das UNTEN (Wurzel- und Selbst-Ich), die MITTE (Stamm- und Ego-Ich), das OBEN (Kronen- und Über-Ich). Horizontal und als Seitenachsen das LINKS (Weiblich) und RECHTS (Männlich), das VORNE (Zukunft) und HINTEN (Vergangenheit).

 

Aber genau genommen sind es 9 heilige Richtungen, denn zu den bestehenden 7, kommt noch das INNEN und das AUSSEN hinzu. Alle diese Richtungen und die damit verbundenen Themen sind miteinander verknüpft, erweitern und ergänzen sich, stehen gleichzeitig aber auch in einer Spannung und Opposition zueinander, woraus sich ihre anregende Kraft ergibt. Sie bilden ebenso den Raum wie die Zeit, innerhalb und ausserhalb derer wir uns bewegen (können), so geht z.B. Letztere nicht nur vorwärts und rückwärts, sondern ebenso seitwärts, aufwärts und abwärts. .... Das hört sich vielleicht alles etwas knifflig oder kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht, weil wir selbst ein natürlicher Ausdruck, eine Reflektion und ein Spiegel all dieser Kräfte sind. Indem ich es hier versuche zu Beschreiben, möchte ich ein Feld dafür öffnen, dass grundsätzlich und eigentlich, sehr viel durch uns und über uns möglich ist, mehr als wir normalerweise und zumeist denken. Denn während diese 9 Richtungen so etwas wie die angeborenen Grundmöglichkeiten darstellen, stellen die 7 Hauptchakren auf der Haupt-Achse liegend, die potenziellen Grundthemen dar, mit denen wir im Leben konfrontiert sind.

 

Ich möchte die 7 Hauptchakren und ihre Grundthemen aber hier nicht auch noch ausführen, ebenso nicht die 5 körperlichen Sinne und ihre ergänzende 5 Hellsinne, denn das würde an dieser Stelle zu weit führen. Wichtig ist mir im Moment vor allem die 'Hauptachse', sowie die 'Seitenachsen', und deren Funktionsweise (andeutungsweise) verständlich zu machen! Denn erst wenn wir das spür- und fühlbar verstanden haben, werden wir uns persönlich - sowie die physikalische Medialität - durch die 'Mitte' und aus uns heraus, authentisch ausdrücken können. Bei der physikalischen Medialität haben wir somit auf der einen Seite die Fähigkeit  als solches die entwickelt sein will, auf der anderen Seite die Herausforderung, dies auf eine möglichst 'natürliche' Weise zu tun. Dies wiederum steht meiner Ansicht nach, auf das Engste mit der Persönlichkeit des Mediums in Verbindung, und welche menschlichen Reifeprozesse und lebensbedingte Initiationen es durchlaufen hat. Und dies wiederum spiegelt (vermutlich), welche Geister/Spirits wir wählen oder sich bei oder durch uns bemerkbar machen, und auf welche Weise sie sich durch uns ausdrücken wollen, bzw. wie tief/umfassend sie es können.

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Die physikalischen Medien, ihre Séancen und Spirits, helfen mir - wie schon erwähnt - mich in ihnen zu spiegeln und von ihnen zu lernen, einerseits durch zuhören und zusehen, anderseits wie diese auf mich wirken und einwirken. Wenn ich ein andeutungsweise ausgebildetes, und wie oben ausgeführtes Orientierungssystem habe, dann wirkt das Medium, seine Séance und Spirits u.a. auf dieses ein. Zum einen anregend und aufbauend, anderseits kann man damit und wenn man etwas feinfühlig ist, unmittelbar an und in sich spüren, wo und auf welcher Ebene das Medium und die Séance sich bewegt. Dabei geht es (für mich) aber nicht um eine Wertung oder Bewertung, sondern es geht immer um Einsicht und/oder Inspiration! Selbst wenn es für mich keine 'gute' Séance war, so kann ich mich doch immer fragen, wie es denn für mich 'besser' und 'stimmiger' gewesen wäre, und was ich anders machen würde. Natürlich kann ich auch einmal verärgert über eine Séance oder Situation in diesem Umfeld sein, aber grundsätzlich halte ich mich mit offener Kritik zurück, weil mir diese nicht wirklich zusteht. Denn das Medium folgt seinem Wege, und ich muss meine finden, entwickeln und gehen!

 

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"Man erlangt wahrhaftige Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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