Séance, Spirits und Vertiefung 3.1

Ich habe im ersten Teil dieses 3-teiligen Textes persönliche sowie theoretische Gedanken-Fäden aufgenommen, im 2ten Teil persönlich und konzeptionell weiter gesponnen, im 3ten Teil soll all das möglichst verwoben, und ebenfalls praktische Ansätze eingebracht werden. So hoffe ich, diesen Text sinnvoll erweitern, und dann möglichst rund abschliessen zu können. Rund heisst für mich aber nicht, dass alles möglichst harmonisch dargestellt werden soll und auch sonst alles wunderbar ist! Das wäre für mich eine Lüge, denn das reale Leben ist nicht so, weder für mich noch für die meisten anderen Menschen die ich kenne. Das heisst aber nicht, dass ich mich hier auf das 'Negative' fixieren möchte, aber es gilt für mich dieses genau so zu sehen und anzuerkennen wie das 'Positive', weil ich erst dann, jeweils bewusst damit umgehen und etwas damit machen kann. Wenn ich somit über glückliche, wie aber auch anspruchsvolle Erfahrungen in Verbindung mit physikalischer Medialität und Séancen schreibe, dann hat das für mich mit ausgewogenem Betrachten zu tun. Denn auch diese Gebiete sind der Kraft der Polarität unterworfen und bilden keine Ausnahme im Lauf der Welt!

 

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...... Mond bei Tage.
...... Mond bei Tage.

Unter anderem habe ich diesen Text damit angefangen, dass ich über den 'Mond-Ring' geschrieben habe, den ich mittlerweile vor über 4 Monaten geschenkt bekommen und fast täglich auf mir trage. Die erste Enttäuschung ist längst gewichen, Forschergeist und Freude überwiegen, und ich lasse mich weiterhin inspirieren! Aber nachdem ich mich zuerst an die angenehmen Mond-Erfahrungen erinnerte, stiegen dann auch jene auf, die nicht so freudig waren. Da ich nicht am Meer wohnhaft bin, kenne z.B. keine Ebbe und Flut und damit die unmittelbare 'physische' Kraft des Mondes, aber ich habe sehr wohl die 'psychische' Kraft des Mondes kennengelernt. Meine Pflegevater, der sonst schon an gewöhnlichen Tagen ein eher unberechenbarer Mensch war, pflegte sich jeden Monat ungefähr 3 Tage vor Vollmond, in einen - symbolisch gesprochen - Werwolf zu verwandeln. Da gab es kein Halten, und somit etwa 13 mal im Jahr erlebten wir einen monatlichen Höhepunkt an Kummer, Leid, Angst oder Schmerz, die mich viele Male an Selbstmord denken liessen. Aber trotz alledem war ich auch 'fasziniert' und habe mich viele Male gefragt, wie das nur möglich ist und was da geschieht?! 

 

Mittlerweile denke ich - und auch wenn ich es nicht wirklich verstehe -, dass diese Mond-Ereignisse von unterschiedlicher Art in meinem Leben, sehr wohl etwas mit mir selbst zu tun hatten, weil ich mich selbst zu einem 'Mond-Mann' entwickelt habe. Damit meine ich nicht, dass ich nun ebenfalls um den Vollmond herum zum 'bösen' Werwolf werde - zum Glück nicht! -, sondern ich tendiere allgemein mehr zu jenen charakterlichen Eigenheiten, die man mit dem Mond assoziiert. Aber es spielt zuerst einmal keine Rolle ob man 'von oben' mehr Sonnen- oder Mond-Mensch ist, denn für beide ist das 'von unten' und die Erde, zuerst einmal die Basis und mit der man sich im Idealfall möglichst tief verbinden können sollte. Es ist die Kraft der Erde und das Aufsteigende, die den Boden geben und die die persönliche Grundlage bilden, das Absteigende, die 'Kräfte' des Himmels, der Sonne, des Mondes und der Sterne, werden dann individuell 'eingeflochten'. Umgehen können wir (alle) diese Kräfte nicht, da wir ganz natürlich in ein grosses Ganzes eingebunden sind, es stellt sich somit mehr oder eher die Frage, wie bewusst und achtsam wir uns darauf einlassen können wollen(?).

 

An den Reaktionen meines Pflegevaters wurde mir vor Augen geführt, wie es ist wenn und wie die Mondkräfte wirken, wenn Unbewusstes und Unverarbeitetes an die Oberfläche geholt wird, und man eigentlich die Wahl hätte, bewusst damit umzugehen. Oder wie es ist in der Unbewusstheit zu bleiben oder bleiben zu wollen - aus Angst vor noch mehr Wut und noch mehr Schmerz(?) -, dann aber in einem Kreis hängen bleibt, um das Gleiche immer wieder durchleben zu müssen. Aber das ist nur die eine Seite, sozusagen ein naturgegebener Nebeneffekt des Mondes, und seiner Kraft und Wirkung auf uns Menschen. Eine andere Seite ist die natürliche Wirkung und Möglichkeit des Mondes, unseren (Äther-)Körper 'dampfen' zu lassen, oder dies auf Wunsch mehr anzuregen und zu verstärken. ........ O.k. ich gestehe, das ist eine rein persönliche Ansicht, bzw. Erfahrung! Aber vielleicht hat jemand schon Bilder von Künstler gesehen, von in Mondlicht getauchte Landschaften mit Tieren oder Naturwesen, und die selbst (von innen heraus) zu leuchten scheinen. Natürlich soll auf diese Weise der Glanz des Mondlichtes dargestellt werden, aber da ist eigentlich noch mehr.

 

In der persönlichen, sowie später in der physikalisch-medialen Auseinandersetzung, ist mir irgendwann aufgefallen, dass in Verbindung mit dem Mond, mein Ätherkörper stärker anfängt zu 'dampfen' und dabei eine 'Substanz' auf feinstofflicher Ebene ausstösst. Heute denke ich, dass dies eine Vorstufe oder feine Art von Ektoplasma ist oder sein könnte, und man somit mit Mond-Meditationen, diesen Prozess der Ektoplasma-Erzeugung anregen oder gar verstärken kann. Da ich aber selbst (noch) kein physikalisches Medium bin, kann ich diese persönliche Wahrnehmung bisher nicht beweisen, aber vielleicht konnte ich das Bedürfnis wecken, selbst etwas damit zu experimentieren. ...... Anderseits scheint es zu reichen, immer wieder (intensiv) an Ektoplasma zu denken, sich Bilder anzusehen und darüber zu sinnieren, dass damit die Hervorbildung derselbigen im eigenen (Äther-)Körper angeregt wird. Das innere Ein- oder Umstellungsempfinden das dabei im Körper entsteht, erinnert mich etwas an die jährlichen Zeitumstellungen: es ist der Kopf der zuerst ein- oder umstellt, dann folgt der Körper; zuerst fühlt es sich etwas seltsam-speziell an, dann wird es (erneut) zur Gewohnheit.

 

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Ich bin jemand der schreibt, nicht besonders gut, nicht besonders schlecht, dafür gerne und meist etwas ausführlicher, um mich an etwas langsam anzupirschen. Andere schreiben nicht, nur wenig, oder kompakt und auf den Punkt gebracht, was mir persönlich erst möglich ist, wenn ich mich in ein Thema hineingearbeitet habe. Und ähnlich ist es mit der physikalischen Medialität, andere sitzen einfach ins Kabinett, harren was da kommt, und die nötigen Grundinformationen reichen ihnen völlig. Während ich jede Phase möglichst bewusst durchleben, spüren, verstehen, beschreiben und dann umsetzen können möchte. Auch schreibe ich einfach zuerst einmal für mich, aber ich schreibe so, dass andere eventuell auch etwas damit machen können wenn sie denn wollen. Ich beschreibe das was ich denke und erlebe, mir erarbeite und in welchem Weltbild ich mich bewege, gebe aber keine Übungen oder Anweisungen für andere. So sind z.B. Séancen für mich da um zu lernen und mich in diesen und im Medium zu reflektieren, um dann das Gelernte und Erlernte selbst versuchen umzusetzen. Denn das Medium kann es nicht für mich tun, ich muss es selbst meistern!

 

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(sinngemäss nach C.G. Jung)

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