Séance, Spirits und Vertiefung 2.1

Bevor ich mich ganz in den zweiten Teil dieses Textes begebe, ist es mir erneut wichtig darauf hinzuweisen, dass diese Worte und dieser Text aus mir heraus geschrieben sind, damit also meine Wahrnehmung, Erfahrungen und Ansichten widerspiegeln. Sie sind ein Teil von mir, müssen aber damit nicht Teil der Wahrheit und Betrachtungsweise sein, schon gar nicht stellen sie eine allgemeine Gültigkeit auf. Aber ich teile sie, weil vielleicht andere auch etwas davon nehmen können, entweder um eine Sichtweise zu bestätigen, zu erweitern, oder auch um eine zu verwerfen. Mir ist es gar wichtig meine Erfahrungen zu teilen, nicht weil diese so grossartig sind - sie das ausserdem höchstens für mich sein müssen -, sondern als mögliche Ergänzung zu anderen Informationsquellen. Denn es irritiert mich einerseits, wie leicht so einiges in diesen physikalisch-medialen Prozessen dargestellt wird, jedoch kaum praktische Werde- und Entwicklungs-Gänge vorhanden sind. Anderseits berührt es mich zu beobachten, wie viel zwischenmenschliche Spannung es in dieser Szene gibt und wie wenig es erstlinig oder grundsätzlich, um ein verbindendes, unterstützendes und liebevolles Miteinander geht!

 

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Herz und Herzlichkeit - Mensch und Menschlichkeit.
Herz und Herzlichkeit - Mensch und Menschlichkeit.

Wo Menschen aufeinander stossen, da trifft sich einerseits die Liebe und das Schönste, anderseits sind Probleme und Meinungsdifferenzen fast vorprogrammiert - im Kleinen wie im Grossen, und es betrifft mich selbst wie alle anderen auch. Und wenn man das auf den gewöhnlichen Alltag oder die Politik überträgt, dann nimmt man das irgendwie als normal und als gegeben hin, aber nicht so in den Bereichen Religion, Esoterik und Spiritualität. Dort wäre eine vertiefte und höhere Einsicht, sowie Formen der Liebe eigentlich fast Voraussetzung, aber unter dem Strich ist das zuerst einmal eine Illusion, denn für alle Menschen ist der Weg für ein authentisches, erweitertes und liebevolles Leben gleich beschwerlich. Zwar ist das bei obigen Themen fast eine Art von natürlichem Auftrag, und der irgendwie automatisch damit einhergeht, aber eine Garantie für die Meisterung der entsprechenden Themen in sich selbst, gibt es dabei nicht. Denn die Arbeit die damit einher geht, kratzt an der eigenwilligen, verletzlichen oder überheblichen Fassade des eigenen Ich's, und das findet niemand wirklich schmackhaft. Auch ich nicht, und trotzdem geht es nicht ohne, wenn man weiter kommen will!

 

Vor allem aber gehört dies für mich auch zu einem 'echten/authentischen' Erwachsenwerden und Heranreifen, nicht nur in Form von äusseren Jahren, sondern zum psychischen und spirituellen Erwachsen-Werden. Es hat dies mit Selbst-Liebe, Selbst-Annahme und Selbst-Verantwortung für sich und seine innere (Seelen-)Welt zu tun, gefolgt in der natürlichen Erweiterung von der Liebe, Annahme und Verantwortung dem Äusseren und der Welt gegenüber. Und wo da jeder sich selbst und seinem Umfeld gegenüber steht, sowie im Kontakt mit der erweiterten Welt und Erde, kann man mit einem Blick gegen innen und aussen selbst ermessen(?!). ...... Damit gibt es aber auch keine Garantie wie jemand wirklich ist, wenn er das Handwerk eines Priesters, spirituellen Heilers, (physikalischen) Mediums, oder ähnliches mehr erlernt. Denn dies sind zuerst einmal einfach Bezeichnung und 'äussere' angelernte Formen und Handlungen, wie und auf welche Weise diese dann ausgefüllt und gelebt werden (können), das ist dann die relevante Frage. Womit ich wieder beim Thema des ab- sowie aufsteigenden Energieflusses bin, nun jedoch bei der ganz persönlichen Weise.

 

Wenn man es ganz genau nehmen will, dann trifft es diese Aussage und Bezeichnung von "äusseren angelernten-Formen und Handlungen" nicht immer wirklich, dann nenne ich sie für mich manchmal 'aussen-innerliche' Formen. Jedoch sind diese immer mehr vom aussen und oben kommenden 'absteigenden Energiefluss' eingefärbt, im Gegensatz zu den 'innerlich-äusseren' Formen, die vom innen und unten kommenden 'aufsteigenden Energiefluss' geprägt sind. Es kann mit der Zeit aber auch zu einem Wechsel kommen, bzw. das macht es im Idealfall von selbst, wie schon bei der beschriebenen menschlichen Reifung. So kann bei der Entfaltung dieses vertikalen Energieflusses, der thematische Schwerpunkt zuerst beim 'vom oben und aussen' (absteigend) liegen, wechselt dann aber bei persönlicher Reife zum 'vom unten und innen' (aufsteigend). Praktisch gesprochen heisst dies: ich lerne ein Handwerk von aussen gegen innen (aussen-innerlich), und sobald ich es verinnerlicht habe und diesem immer mehr meine ganz persönliche Note geben kann, werde ich es von innen gegen aussen (innen-äusserlich) ausdrücken. Aber es geht noch etwas komplexer!

 

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Das alles hört sich vielleicht etwas umständlich an, aber es dünkt mich relativ wichtig wenn man gewisse Mechanismen verstehen will und in die wir alle natürlich eingebunden sind. Vor allem ist es 'nur' die erste Dimension, symbolisch gesprochen die persönliche Grund- und Weltenachse - oder der Stamm des Weltenbaumes -, die die Verbindung und Grundpolarität vom Unten und dem Oben darstellen. Und wie schon geschrieben, gibt es dabei eine natürliche Reihenfolge, denn obwohl alles gleichwertig ist und jeder Pol und jede Ebene eine jeweils relevante Funktion erfüllt, baut das Oben (absteigend/aussen-innerlich/Himmel-Krone) grundsätzlich immer auf dem Unten (aufsteigend/innen-äusserlich/Erde-Wurzel) auf. Als Kinder werden wir von unseren Eltern und unserer Umwelt genährt, gelehrt und getragen (aussen-oben), bis wir selbständig werden und auf eigenen Füssen stehen (innen-unten), und uns selbst nähren, lehren und tragen können, bzw. dies dann auch für andere tun können. Wenn wir ein weltliches/spirituelles Handwerk lernen möchten, suchen wir weitere 'äussere' Lehrer-Mentoren, und lernen so lange, bis wir auch hier von 'innen' her selbständig werden.

 

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(sinngemäss nach C.G. Jung)

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