Séance, Spirits und Vertiefung 1.2

Oftmals frage ich mich, wie das wohl all die anderen Menschen machen, ob diese auch so einen inneren Aufwand betreiben, oder betreiben müssen wie ich, damit sie etwas auf die Reihe kriegen und (hoffentlich) etwas sinnvolles entstehen kann? Manchmal komme ich mir dabei nicht nur komplex, sondern auch ziemlich kompliziert vor, anderseits wüsste ich gar nicht wie anders vor- und angehen. Und wie machen es diese anderen, damit auch wirklich echte Bewegung, Veränderung oder Heilung aus ihnen und aus ihrem Inneren heraus entsteht? Wiederum gibt es viele Bücher und Autoren, Kurs- und Seminarleiter, die davon schreiben und reden was man tun kann oder tun muss, damit das, dies oder jenes bewirkt wird, sowie man das erreicht was man sich wünscht. Beherrschen diese denn das was sie anderen Menschen nahelegen auch selbst in ihrer äusseren und vor allem inneren Welt, und bringt es tatsächlich auch genau jene Ergebnisse hervor die sie anpreisen? ....... Also ich für meinen Teil kann nur sagen, dass die Erforschung meiner Innenwelt und die Arbeit in und mit dieser, tagtäglich Neuland und jeder Schritt darin, oftmals völlig ungewiss und unabsehbar ist.

 

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Wenn ich also von den Spirtis etwas wirklich gebrauchen kann, dann ist es ein Geschenk in dem eine Botschaft und/oder Wirkung enthalten ist, die mich auf meinem Weg und meiner inneren Arbeiten unterstützt. Was ich nicht brauche, ist etwas das erneut über mich 'gelegt' wird, davon hatte ich im Laufe der letzten 3 Jahrzehnte genug! Ich brauche etwas das mit mir und meinem Inneren, mit mir und meiner Herkunft und meiner Wurzel im Einklang ist, und mich vor allem mit meinem Innen weiter und noch mehr rückverbindet. Wenn ich nur daran denke, wo überall ich schon gesucht und mich kürzer oder länger aufgehalten habe, da wird es mir heute ganz schwummrig. Vom Spiritismus war es nicht weit zur Theosophie, von dort nicht weit zum Hinduismus und dann vor allem zum Buddhismus, weiter dann zum Taoismus und von dort zum Schamanismus, und einiges von all dem in verschiedenen Variationen. Es gab Zeiten da habe ich zwischen den Formen gependelt, einmal hier, dann wieder dort, war bei den einen Schulen, dann wieder bei anderen Linien oder Stämmen. Aber eigentlich war ich immer auf der Suche nach mir selber, der der ich bin und dem wo ich wahrlich herkomme.

 

All diese fremden Masken und Traditionen, Kräfte und Energien wieder loszuwerden, war schlussendlich noch schwieriger, als sich mit diesen zu verbinden oder gar zu identifizieren. Mein Fehler war, dass ich mich selbst darin gesucht, dass ich zwecks Lernen und Inspiration, nicht einfach nur hingeschaut und beobachtet habe. Aber mit wirklich gesundem Abstand und der nötigen Distanz kann nur Hinsehen, wer möglichst mit seinem Selbst, seinen Ahnen und mit seiner Wurzel in Kontakt ist. Um das zu spüren und in mir wahrnehmen zu können, habe ich so lange gebraucht, obwohl es eigentlich immer schon da war und zur Verfügung stand. Aber während das Suchen im Aussen so leicht daher kommt und 1000 und eine Faszination und Verführung mit sich bringt, ist das Suchen im Innen und obwohl es so nahe ist, auf gewisse Weise unglaublich schwer und schwierig - zumindest für mich. Denn das Suchen im Inneren, konfrontiert mich immer mit mir selber und mit meiner eigenen Geschichte, sowie mit meinen Ahnen und unserer gemeinsamen (kollektiven) Geschichte. Wenn sich dieser Weg gegen Innen und zum Selbst aber einmal eröffnet hat, dann gibt es kein Zurück mehr ...... .

 

So nebenbei aber doch interessant, dass dieser 'spirituelle Lernkreis' den ich im Leben gedreht habe - wie hier schon geschrieben - gegen 30 Jahre gegangen ist, was astrologisch und bestens zu mir passend, ein ganzer Saturn-Zyklus ist. Begonnen habe ich meine 'Lehre' bei einem Medium und Heiler nach englisch-spiritualistischer Art, geschlossen und neu eröffnet wurde der Kreis nach diesen vielen Jahren, von einem Medium und Heiler deutsch-spiritualistischer Art (meine Bezeichnung). Das dünkt mich doch sehr erstaunlich und zeigt mir etwas über die Harmonien, die im 'Universum' anscheinend am wirken und wallten sind! Wenn ich ausserdem diese zwei Medien gegenüberstelle, dann kann ich im weiteren die damals passende Einfachheit sehen die in diesen Anfangszeiten vorhanden war, während ich gerade im Kraftfeld des jetzigen Mediums immer wieder  feststellen muss, in welcher Tiefe ich angeregt und auch (heraus)gefordert werde. Erstaunlich ist für mich aus heutiger Sicht ebenfalls, dass das meiste erworbene und 'übergestülpte' Wissen aus diesen Jahren (fast) völlig unbrauchbar ist, während es jetzt überwiegend um das innere angelegte Wissen geht.

 

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Vollmond-Nacht
Vollmond-Nacht

Selbstverständlich ist das Lernen über das 'von aussen' und 'von oben' wichtig (absteigender Energiefluss), als Kind sogar elementar. Denn wenn wir auf die Welt kommen, müssen wir in diesem Bereich auf gewisse Weise ungeschriebene Blätter sein, damit wir uns möglichst leicht an unsere Umwelt, Eltern und Kultur anpassen und uns einfügen können. Das ist überlebenswichtig, denn ohne Zuwendung und Unterstützung in den ersten Lebensjahren, sowie ohne die Wissenvermittlung wie das Leben läuft und anzugehen ist, sind wir verloren. Ausserdem und nicht so offensichtlich, werden dabei ganz spezifische und der Situation angepasste energetische 'Kanäle' und 'Felder' geschaffen und übertragen. Diese helfen uns, das Leben und feinstoffliche Kräfte auf eine bestimmte Weise zu spüren und wahrzunehmen, sowie zu interpretieren und zu übersetzen. Denn ohne all dies, wäre es zu einem späteren Zeitpunkt nicht möglich, auch jene Informationen zu fühlen und verstehen, die 'von innen' und 'von unten' kommen (aufsteigender Energiefluss). Und diese werden ebenso elementar, wenn wir zum Selbst finden, authentisch weiter wachsen und wahrhaftig erwachsen werden wollen.

 

Was hat aber all das und vor allem auf dieser Seite geschriebene, mit diesem Ringapport-Geschenk zu tun, mag man sich fragen? Für mich hinterher so einiges, nachdem ich den Ring immer wieder auf mir getragen und mich in diesen versenkt habe, ausserdem auch darauf achtete, was sonst noch unmittelbar in diesem Zeitraum in und um mich geschehen ist. Aber dafür musste ich erstmal wieder zu Sinnen kommen, meine anfängliche Enttäuschung auf die Seite stellen, und mich dann auf das 'Tiefere', 'Höhere' und das 'Erweiterte' einstellen und besinnen. Und dann mit dem Betrachten des Ringes, erinnerte ich mich an meine erste (bewusste) 'Erscheinung' als Kind, von den leuchtenden Monden im Schlafraum, und wie diese sanft und lautlos herumschwebten. Ich erinnerte mich ebenso an die Geschichten vom Mann im Mond und wie man diesen bei Vollmond, gar von der Erde aus sehen und erkennen können soll. Ich besann mich darauf, dass alle meine ersten 'Mond-Prägungen' männlich waren, so wie bei unseren Vorfahren (MANI* - DER Mond), und noch später wurde mir gewahr, dass es um männliche und nächtliche Initiation und Eröffnung geht.

 

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* = MOND + MONDGOTT MANI: 1 / 2 / 3 /

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