Kai Mügge - Séance 28.08.2017 - 1

Am Montag dem 28. August 2017 habe ich erneut und wieder einmal, an einer Séance bei Kai und Julia Mügge teilgenommen - eine tolle Séance! Dies hat schon bei der interessanten Einführungsrede von Kai Mügge angefangen, und obwohl ich doch schon einiges mehrfach gehört habe, fliesst immer wieder einmal etwas mit hinein das ganz neu für mich ist, oder ich erhalte zu einem Thema eine erweiterte Sichtweise. Besonders interessant fand ich dieses mal unter anderem, dass Kai Mügge mit dem Thema der physikalischen Medialität nicht einfach nur im 'spirituellen Bereich' hängen geblieben ist, sondern diese und ihr 'philosophischer Hintergrund', unmittelbar mit der Erde im Hier und Jetzt in eine Verbindung brachte. So hat er einen interessanten Faden geschlagen zu den Anfängen und möglichen Auslöser dieser physikalisch-medialen Erscheinungen im Westen, bis ins Heute und was die Spirits, die 'Geister' und 'Kräfte' mit dieser Arbeit bei und in uns bewirken wollen. Denn mit dem Aufstieg der westlichen Zivilisation, und mit dem Verlust und natürlichen Zugang zur Erde und allen (spirituellen) Wesen, hat ein Raubbau auf verschiedensten Ebenen begonnen. .... und mit ihrer Arbeit und den ihnen zu Verfügung stehenden Mittel, versuchen die Spirits dem entgegen zu wirken.

 

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Nach einer kleinen Pause treffen wir uns alle vor dem Séance-Raum, wo wir von den Mitarbeitern des Basler Psi-Vereins und von Julia der Frau des Mediums, noch einmal kontrolliert werden, ob wir alle grössere Metallteile, ebenso  alle mögliche Arten von Geräten wie Handys abgelegt haben. Metall könnte reflektieren, ebenso z.B. Uhren mit Leuchtziffern falsche Lichteindrücke vermitteln, die nichts mit den Spirit-Aktivitäten zu tun haben. Weiss-Licht selbst, kann sich sehr ungünstig auf das erzeugte Ektoplasma sowie folgend auf das Medium selbst auswirken, da diese miteinander verbunden sind. Ebenso darf das Ektoplasma wie die Spirits nie ohne Erlaubnis angefasst werden, da sonst das Medium (schwer) verletzt werden könnte. Diese ganzen Effekte die man während solch einer Séance zu sehen bekommt, sind den Spirits nur möglich zu erzeugen, indem sie einerseits Energie aus dem Raum selbst abschöpfen, anderseits das benötigte Ektoplasma im Körper des Mediums erzeugen. Dieses empfindliche, flüchtige und doch äusserst formbare 'Plasma', wird gewonnen und genährt aus der Lebenssubstanz des Mediums selbst, ist mit diesem die meiste Zeit über verbunden, und alles was mit dem Ektoplasma geschieht, geschieht und widerfährt auch dem Medium(1).

 

Jedenfalls setzen wir uns dann zu einem länglichen Halbkreis um das Kabinett herum zusammen, ein Einführungsgebet wird gesprochen, das Medium zieht sich ins Kabinett zurück und wo es mit seiner vertieften Atmung beginnt. Bis zum Übergang in die Trance und bis sich Hans der 'Kontrollgeist' meldet, singen und summen wir alle zu einem Mantra und geben damit unsere eigene Kraft - aber auch unsere Liebe - in diesen Prozess ein. Es brauchte eine Weile, aber dann blitzen die ersten Lichtlein auf, zuerst ausserhalb des Kabinetts, dann aber auch im Kabinett selbst, zuerst verzögert, dann aber schneller und auch heller. Eine eindrückliche Erfahrung, wie anscheinend aus den Nichts heraus diese Lichter und Blitze erscheinen, und diese werden auch immer mit viel Freude und Ahhh's und Ohhh's vom anwesenden Publikum aufgenommen. Dann meldet sich erstmals an diesem Abend Hans B. durch das Medium, begrüsst uns alle, und führt wie fast immer gewandt durch die Séance. Und meistens ist es ja so, dass er immer wieder einmal ein Scherz einfliessen lässt, damit Lacher erzeugt und so auch die Stimmung hebt. An diesem Abend musste er selbst aber auch das eine oder andere mal (mit)lachen, ein köstliches Lachen, das uns wiederum weitere Freude bereitet hat.

 

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Als ich das erste Mal an diesem Abend die TeilnehmerInnen gesehen habe, war ich mir nicht ganz sicher, wie gut die Séance werden würde. Man bekommt mit der Zeit und wenn man immer wieder an Séancen teilnimmt, manchmal einen intuitiven Eindruck von einer Gruppe und der vorhandenen Gruppenenergie. Aber ich muss sagen, die Menschen haben wunderbar mitgemacht, haben gesungen, sich eingeben und auch viel gelacht. Dies hat angefangen beim ersten Experiment und die Leute im Kreis von den Spirits (mehrfach) berührt wurden, was einige erschreckt, vor allem aber freudige und begeisterte Ausrufe mit sich gebracht hat. Dann wurden die vorhandenen Instrumente bewegt, was man besonders an den Schellen hörte, ausserdem wurden deutliche Schritte im Raum hörbar. Es waren eher kleine und sachte Schritte, als solche eines Kindes erkennbar, und von Hans als zu einem (Spirit-)Jungen gehörend erklärt, der bei den Instrumentenbewegungen mithilft. Es folgte das Experiment mit dem Tablett und auf dem 3 leuchtende Bällchen lagen, und die mehrfach klar sichtbar von etwas bewegt und angerührt wurden. Als das Tablett dann von seinem Sockel gestossen wurde, wurden die Bällchen einen Moment gar frei im Raum herumgerollt.

 

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Dann wollt man das Experiment mit dem leuchtenden Taschentuch versuchen, dies unterbrach dann Hans indem er ankündigte, dass zuerst etwas anderes dazwischen geschoben wird. So wurde ein Mann gebeten - jener mit dem längsten Anfahrtsweg und der sich sehr für das Thema der physikalischen Medialität erwärmt -,  sich vor das Medium zu setzen und mit seinen beiden Händen eine Schale zu bilden. Es soll ihm eine Figur materialisiert werden und die ganz persönlich auf ihn 'programmiert' ist, was dann auch geschah. Das Medium hob seine Hände, bewegte diese leicht auf und ab, und in einem Lichtblitz fiel dem Mann eine kleine Messing-Figur in die Hände, die sich später als Shiva-Gottheit herausstellte. Danach aber ging es über zum Experiment mit dem Taschentuch, dabei wurden zuerst aber noch einmal die Leuchtpunkte die darauf klebten mit einer Weisslicht-Taschenlampe angestrahlt. In erneuter völliger Dunkelheit, hielt dann eine der Teilnehmerinnen - unter Anleitung von Hans - das nun leuchtende und deutlich sichtbare Stofftaschentuch mit ausgestrecktem Arm vor sich hin. Und es ging nicht lange, da konnte man/ich ganz deutlich sehen, wie bis zu 3 ausgeformte eher kleine Hände, immer wieder nach diesem griffen.

 

Diese Spirit-Hände packten 'zaghaft' nach dem Taschentuch, zogen und zerrten daran, um es dann loszulassen und erneut danach zu greifen, bis es von der Séanceteilnehmerin losgelassen wurde. Worauf dieses von den Spirits auf die gegenüberliegende Seite des Kreises durch die Luft getragen und jemand anderem in die Hand gedrückt wurde. Und auch dort zerrten und griffen sie weiter nach dem Taschentuch, konnten es aber nach erneutem Loslassen nicht lange in der Luft halten, wurde dann aber einen Moment auf dem Boden hin und her gezogen. Ebenso erfolgreich später das Experiment mit der fliegenden Leuchttrompete, die sehr lange in der Luft gehalten werden konnte, mal langsam, mal schnell herumflog und herumwirbelte. Mehrfach wurde damit auch der Kontakt mit den TeilnehmerInnen gesucht, diese berührt und beklopft, und es herrschte eine grosse Freude und Aufregung im Raum. Vor dem Trompetenflug sowie hinterher, ist jedoch jeweils noch einmal ein Messing-Figürchen materialisiert und persönlich übergeben worden. Wieder hob dabei das Medium seine Hände in die Höhe, bewegte diese auf und ab bis es ein Lichtblitz gab, das Figürchen wie aus dem Nichts 'erschien', und in die Hände der heran getretenen Person fiel. 

 

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(1) Beispiel: Ich habe erst gerade kürzlich die Autobiographie von Elisabeth D'Espérance gelesen und darin erzählt sie, wie während einer Séance ein Teilnehmer eine der materialisierten Geistergestalten gepackt hat, um sie selbst und diese des angeblichen Betruges zu überführen. Diese Grob- und Schockeinwirkung auf das Ektoplasma, hatte bei ihr als Medium eine Lungenblutung und solch eine Schwächung der Gesundheit zur Folge, dass sie 2 Jahre lang keine Séancen mehr abhalten konnte.

"Man erlangt wahrhaftige Einsicht und Erleuchtung nicht, indem man sich nur das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man ebenso in die Dunkelheit hinabsteigt und diese erforscht." R.W.S

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